Stadt: „Müssen uns an Gesetze halten“

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TRIER. Die Stadt Trier sieht nach Auskunft ihres Pressesprechers Dr. Hans-Günther Lanfer keine Möglichkeit, das in Trier-Nord geplante Flatrate-Bordell schon im Vorfeld zu verbieten. „Wir müssen uns an die bestehenden Gesetze halten“, sagte Lanfer am Dienstag gegenüber lokalo. Zuvor hatte die Trierer SPD die Verwaltung aufgefordert, rechtliche Schritte zu prüfen, um den Billig-Puff zu verhindern.

Dass jetzt über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitet wird, die Stadt prüfe Möglichkeiten, das Flatrate-Bordell zu verhindern, hat laut Lanfer mit der Stellungnahme der Stadt zu in der Presse erhobenen Vorwürfe gegen die Verwaltung im Allgemeinen und Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD) im Besonderen zu tun. Frauenrechtlerinnen des Vereins „Terre de Femmes“ hatten in einem offenen Brief scharfe Kritik an Jensen geübt.

Jensen mache sich zum Komplizen einer „namenlosen Frauenverachtung“, heißt es in dem Schreiben unter anderem. „Das konnten wir natürlich so nicht stehen lassen“, betonte Lanfer am Dienstag gegenüber lokalo. „Der OB ist ein entschiedener Gegner der Flatrate-Modelle“, sagte Lanfer. „Er hält sie für menschenverachtend und menschenunwürdig.“ Aber als Oberbürgermeister sei Jensen ebenso an die Gesetze gebunden wie die Verwaltung. „Wir haben einfach keine rechtliche Möglichkeit, das Bordell in diesem Gewerbegebiet in Trier-Nord zu verbieten“, betonte Lanfer.

Geprüft werde jetzt allerdings, ob man über die städtische Gaststättenverordnung Einfluss nehmen könne. „Das wäre eine Möglichkeit“, so Lanfer, „dass wir da vielleicht den Hebel ansetzen können.“ Das dürfte jedoch erst dann möglich sein, wenn der Billig-Puff in Trier-Nord eröffnet hat – voraussichtlich in gut zwei Wochen, geht es nach den Vorstellungen des Betreibers. (et)

1 KOMMENTAR

  1. @ stadt: seid wann halten sie sich an gesetze ,ich lach mich tot,hier werden permanent gesetze gebrochen oder nach eigenem gutdünken interpretiert.

  2. Trier wie es leibt und lebt. Wo es um Schulen und Kinder geht protestiert von den „Politikern“ keiner, aber geht es um ein Bordell ist das Geschrei groß. Oh Herr, wirf Hirn vom Himmel!

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