Rheinland-Pfalz: Aufnahme von Flüchtlingen aus Griechenland zieht sich hin

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Eine Familie steht vor dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria. Foto: Socrates Baltagiannis/dpa/Archivbild

Die geplante Aufnahme von Geflüchteten von den griechischen Inseln auch aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria zieht sich hin. Von den behandlungsbedürftigen Kindern und ihren Familien ist erst die Hälfte in Rheinland-Pfalz angekommen. Sieben Familien – insgesamt 33 Menschen – seien im Rahmen der bundesweiten Aufnahmeaktion von Familien mit kranken Kindern bisher aufgenommen worden, teilte das Integrationsministerium in Mainz mit.

Wann die übrigen 33 genau kommen, sei noch unklar. Zwölf von ihnen werden an diesem Mittwoch erwartet. «Die Zuteilung der Familien zu den verschiedenen Transfers und deren Verteilung in die Länder wird jeweils kurzfristig vom Bund vorgenommen.» Deutschland hatte Mitte Juli entschieden, 243 behandlungsbedürftige Kinder mit ihren Familien aufzunehmen, insgesamt 928 Menschen.

Von den bis zu 150 unbegleiteten Minderjährigen aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria, die Deutschland aufnimmt, werden voraussichtlich sechs nach Rheinland-Pfalz kommen. Angekommen ist noch keines dieser Kinder und Jugendlichen. Zwei von ihnen werden ebenfalls mit der Maschine an diesem Mittwoch erwartet. Das Bundesverwaltungsamt achte bei der Verteilung der jungen Menschen darauf, wo sie bereits familiäre Bindungen in Deutschland haben.

Der Transfer von 1553 anerkannten Asylbewerbern von den griechischen Inseln nach Deutschland habe noch gar nicht begonnen, teilte das Ministerium darüber hinaus mit. Der erste Flug ist für kommenden Samstag geplant. Das genaue Aufnahmeverfahren und die Verteilung der Geflüchteten aus Moria auf die Bundesländer seien noch nicht bekannt.

Rheinland-Pfalz hat sich bereit erklärt, 250 von ihnen aufzunehmen, nach dem Königsteiner Schlüssel entfielen nur 76 auf das Bundesland. Integrationsministerin Anne Spiegel (Grüne) fordert, Deutschland solle 5000 Menschen aus Moria aufnehmen. (dpa)

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