Lob von der Stadt: Trierer Jugendliche halten sich weitgehend an Corona-Auflagen

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TRIER. Die Bilder im Sommer sorgten für großes Aufsehen: Jugendliche und junge Erwachsene trafen sich in Frankfurt und Stuttgart in großer Zahl auf beliebten Innenstadtplätzen und randalierten, als die Polizei die für Corona-Zeiten viel zu großen Versammlungen auflösen wollte.

In Trier ist die Lage deutlich entspannter. Das hat nach Einschätzung von Bürgermeisterin Elvira Garbes vor allem einen Grund. Bei der Vorstellung eines Berichts zu Jugendschutzkontrollen in Pandemie-Zeiten verwies die Beigeordnete im Jugendhilfeausschuss darauf, dass man dank der engen Zusammenarbeit mit den freien Trägern der Jugendeinrichtungen auch in Krisenzeiten ein relativ vielfältiges Angebot bereitstellen könne. So werde wirkungsvoll verhindert, dass mangels Alternativen große informelle Treffpunkt entstehen, die vor allem bei reichlichem Alkoholgenuss schon mal aus dem Ruder laufen können. „Wir sind bislang gut durch die Corona-Zeit gekommen“, betonte Garbes.

Ähnlich äußerte sich die zuständige Jugendamtsabteilungsleiterin Bettina Mann, die den Bericht einer erkrankten Kollegin vorstellte. An den schon vor Corona beliebten Treffpunkten, wie zum Beispiel dem Bahnhofs- und dem Basilika-Vorplatz, der Trevirispassage und dem Palastgarten, fanden verstärkt Kontrollen des Jugendamts und des zuständigen Sachgebiets im Polizeipräsidium statt. Von Juli bis Anfang September waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fast an jedem Wochenende unterwegs. Dabei zeigten sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen überwiegend kooperativ.

Ein weiteres wichtiges Element im Jugendschutz sind regelmäßige Testkäufe, um festzustellen, ob sich Gastronomen und Einzelhändler an die gestaffelten Altersvorgaben beim Verkauf und dem Ausschank von Alkohol halten. Diese finden längst nicht nur an den Karnevalstagen statt, sondern das ganze Jahr über. Bei Testkäufen von Minderjährigen, deren rechtliche Zulässigkeit das Land erneut bestätigt hat, sind immer wieder städtische Azubis im Einsatz. Sie sind inkognito in Stadtteilen unterwegs, wo sie nicht leben. Vorher wird die Einwilligung der Erziehungsberechtigten eingeholt und es gibt eine Schulung im Jugendamt. Bei den Testkäufen, die auch in Tankstellen stattfinden, geht es nicht nur um die Sanktionierung möglicher Verstöße, sondern auch um eine Sensibilisierung der Gastronomen und Einzelhändler.

1 KOMMENTAR

  1. Wie erbärmlich ist das ganze wieder, Hetzjagd auf unschuldige. Würde man mit diesem Übereifer mal Falschparker kontrollieren in dieser Stadt, die Kassen würden sich füllen. Aber weit gefehlt, da wird einfach nichts gemacht. Wenn man an 100 Stellen gleichzeitig sein würde, man würde an 100 Stellen Falschparker antreffen, aber man würde an 100 Stellen nicht eine einzige Streife antreffen die mal kontrollieren, traurig aber wahr.
    Und Testkäufe, was ist das wieder für ein irrsinniger Blödsinn, unfassbar was da wieder hier in der Stadt erfunden wird. Hetzjagd auf unschuldige Jugendliche, das ist nicht mehr von dieser Welt.

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