Rheinland-Pfälzische und saarländische Wildschweinkadaver-Hunde helfen bei Suche

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Kadaver-Spürhund
Ein Kadaversuchhund sucht nach Fallwild. Foto: Fabian Sommer/dpa-Archiv

MAINZ/SAARBRÜCKEN. Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) unterstützen ausgebildete Wildschweinkadaver-Suchhunde aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland jetzt die Einsatzkräfte in Brandenburg. Vier Hundeführer aus dem Saarland mit ihren Vierbeinern seien von diesem Montag (5. Oktober) an im Landkreis Spree-Neiße im Einsatz, teilte die Sprecherin des Umweltministeriums in Saarbrücken am Freitag mit.

Vier speziell ausgebildete Hunde aus Rheinland-Pfalz waren bereits in der letzten Woche mit ihren Betreuern nach Brandenburg gereist, um bei der Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest zu helfen. Die Suchhunde sind darauf trainiert, tote Wildschweine im Wald aufzuspüren. Das schnelle Entfernen der hochinfektiösen Kadaver ist wichtig, damit sich die ASP nicht weiter ausbreitet.

Die Schweinepest war vor rund drei Wochen in Brandenburg ausgebrochen. Mittlerweile ist die Tierseuche dort bei Dutzenden toten Wildschweinen nachgewiesen worden. Sie ist für Menschen ungefährlich, aber für Wild- und für Hausschweine fast immer tödlich.

Das Saarland hat bereits elf ausgebildete Wildschweinkadaver-Suchhunde. Den speziellen Lehrgang mit Prüfung hat das Ministerium als oberste Jagdbehörde mit der Vereinigung der Saar-Jäger und einer privaten Hundeschule erarbeitet. «Wir wollen künftig noch weitere Hunde dafür ausbilden», kündigte Minister Reinhold Jost (SPD) an.

Die Hundeführer, die bis 9. Oktober in Brandenburg im Einsatz sein sollen, wurden am Freitag in Saarbrücken vom Landesamt für Verbraucherschutz zusätzlich mit Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln ausgestattet. Der Landkreis Spree-Neiße habe individuelle Vereinbarungen mit den Hundeführern getroffen, die Unterbringung, Aufwandsentschädigung und Versicherungsschutz regeln.

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