Grenz-Kreise der Region und Luxemburg vereinbaren engen Austausch

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Foto: dpa-Archiv

TRIER/LUXEMBURG. Angesichts der Einstufung Luxemburgs als Corona-Risikogebiet haben die angrenzenden Kreise in Rheinland-Pfalz und im Saarland am Donnerstag einen engeren Austausch mit den Behörden des Großherzogtums vereinbart. «Wir wollen, dass die Kommunikation nicht nur über die Länder läuft, sondern strukturiert und wechselseitig auch direkt vor Ort», sagte der Landrat des Kreises Trier-Saarburg, Günther Schartz (CDU), nach einer Videoschalte mit Vertretern von Ministerin sowie der Kreise Bitburg-Prüm und Merzig-Wadern.

Zugesagt habe man sich Informationen der Gesundheitsämter zu Corona-Infektionen und regionaler Verteilung sowie zur Lage in Krankenhäusern, berichtete Schartz. Der direkte Austausch sei wichtig, «weil Seuchengeschehen eher lokal oder teilregional sind». Das Robert Koch-Institut hatte Luxemburg am 25. September erneut zum Risikogebiet erklärt. Das Großherzogtum galt zuvor schon von Mitte Juli bis Mitte August als Risikogebiet.

Bei dem Gespräch sei man sich einig gewesen, dass eine 24-Stunden-Regelung ohne Quarantäne-Pflicht für Anrainer an den Grenzen «wünschenswert» sei, sagte Schartz. Es ist «im Interesse aller», wenn «es in diesem Bereich pragmatischer» ablaufen könnte. Es gehe nicht darum, «Luxemburg als Risikogebiet abzuarbeiten. Es kann ja auch mal Deutschland Risikogebiet sein und Luxemburg nicht».

Im Saarland ist im kleinen Grenzverkehr eine Ausnahme von der coronabedingten Quarantänepflicht für Menschen aus Risikogebieten bereits geplant. Vom 5. Oktober an können sich Bürger aus Luxemburg und Frankreich auch privat und ohne triftigen Grund bis zu 24 Stunden in dem Bundesland aufhalten.

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