Corona-Videokonferenz: Luxemburg und Region Trier wollen sich intensiver austauschen

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Foto: dpa-Archiv

TRIER/LUXEMBURG. Vor dem Hintergrund der erneuten Einstufung des Nachbarlandes Luxemburg zu einem Risikogebiet hat Landrat Günther Schartz eine Videokonferenz mit dem luxemburgischen Außen- und Gesundheitsministerium verabredet, die am morgigen Donnerstag um 12 Uhr stattfindet. An der Videokonferenz nehmen daneben Vertreter der Grenzkreise Merzig-Wadern und Bitburg-Prüm teil. Eingeladen wurden Staatssekretäre des rheinland-pfälzischen und des Bundesgesundheitsministeriums.

„Wir müssen die mit der Risikoeinstufung verbundenen grenzüberschreitenden Probleme, die nicht zuletzt tausende Grenzgänger betreffen, anpacken und nicht nur sich über den jeweils anderen beschweren“, so Schartz. So habe er in einem Vorgespräch mit luxemburgischen Regierungsvertretern deutlich gemacht, dass man eben auch die kommunale Ebene in die Gespräche zwischen Luxemburg und Deutschland einbeziehen müsse. „Wir hier vor Ort sind als Gesundheitsbehörde zuständig für die Umsetzung der Corona-Maßnahmen. Deshalb müssen wir uns mit den staatlichen luxemburgischen Stellen deutlich enger über die aktuelle Situation und die jeweils beschlossenen Maßnahmen abstimmen“, so Schartz.

Deshalb wurde verabredet, dass man über den Austausch von Infektionszahlen hinaus einen regelmäßigen und direkten Informationsaustausch hinsichtlich der allgemeinen Krankheitslage, der jeweiligen Teststrategie und der aktuellen Schutzmaßnahmen aufnehmen werde. Auch gelte es sich bei der Einführung der „Corona-Ampel“ abzustimmen. Wichtig sei zudem der Austausch regionaler Gesundheitsdaten, um das lokale Infektionsgeschehen beiderseits der Grenzflüsse besser einschätzen zu können. Generell gelte es, die Koordinierung zwischen allen Gesundheitsämtern zu verbessern.

„Entlang von Mosel und Sauer leben die direkt betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Deshalb müssen wir als die vor Ort zuständigen Behörden noch enger als bisher zusammenarbeiten – über staatliche und kommunale Barrieren hinweg“, begründet Schartz seine Initiative.

1 KOMMENTAR

  1. Endlich Mal einer der nachdenken tut und nicht auf Drosten oder RKI HÖRT! ES IST SELTEN ABER GIBT SIE DOCH NOCH DIE NACHDENKEN BEI DEN TRIERER!

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