8 Millionen Euro Schaden: Instandsetzung nach Entgleisung von Güterzug endet

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Foto: dpa-Archiv

LAHNSTEIN. Einen Monat nach der Entgleisung eines Güterzugs bei Koblenz sollte die Instandsetzung der Bahnstrecke an diesem Mittwoch (30.9.) abgeschlossen sein. Der Schaden belaufe sich bislang auf rund acht Millionen Euro, teilte die Deutsche Bahn am Dienstag mit.

Die bisher vor allem auf die linke Rheinstrecke umgeleiteten Güterzüge sollten von diesem Mittwochabend an wieder rechtsrheinisch fahren. Die Sanierung des von ausgelaufenem Diesel verunreinigten Bodens in Lahnstein dauert laut der Deutschen Bahn an.

Ein Güterzug des privaten Berliner Bahnunternehmens Laeger & Wöstenhöfer war am 30. August auf dem Weg von Rotterdam nach Basel im Welterbe Oberes Mittelrheintal in Lahnstein entgleist. Jeder der 18 Kesselwagen hatte Diesel geladen. Sieben kippten um, zwei weitere entgleisten und blieben stehen. Rund 100 000 Liter Diesel liefen ins Erdreich. Die Unfallursache bleibt vorerst unklar, die Ermittlungen dauern an. Die rechtsrheinischen Gleise in Lahnstein sind Teil von Europas meistbefahrener Güterzugstrecke zwischen Genua und Rotterdam.

Die Schadstelle im Bahnhof Niederlahnstein wurde laut Deutscher Bahn «mit 19 000 Tonnen Mineralgestein, 300 Meter Gleisen, vier Weichen und rund zwei Kilometer Kabel gemäß der bestehenden Gleispläne wiederhergestellt». Bis zu 300 Experten und Arbeiter seien auf der Baustelle beschäftigt gewesen. Auf 2500 Quadratmetern seien wegen der Dieselverunreinigung 19 000 Tonnen Erdreich und Gestein ausgetauscht worden. Rund 500 Anwohner bekamen nach Angaben der Deutschen Bahn das Angebot, wegen des Lärms vorübergehend in ein Hotel zu ziehen. Doch das hätten nur sehr wenige angenommen.

Möglicherweise verunreinigtes Grundwasser wird nach Angaben der Deutschen Bahn weiterhin abgepumpt und gereinigt. An Stellen, wo der betroffene Boden nicht ausgetauscht werden könne, sei «die Injektion von Diesel abbauenden Bakterien» geplant. Die Dauer der Bodensanierung sei noch unklar.

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