Langer, schwieriger Einsatz: Lagerhalle nach Brand auf Mülldeponie teils eingestürzt

In einer kleinen pfälzischen Gemeinde ist eine Lagerhalle auf einer Mülldeponie in Brand geraten. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig, Dutzende Einsatzkräfte sind lange im Einsatz.

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Brand Lagerhalle bei Heßheim (Pfalz)
Foto: dpa-Archiv

HEẞHEIM. Ein Feuer auf einer Mülldeponie im pfälzischen Heßheim hat die Rettungskräfte am Donnerstag stundenlang in Atem gehalten. Die Feuerwehr sei noch mit Dutzenden Einsatzkräften vor Ort, hieß es am Mittag. Beim Eintreffen der Feuerwehr am frühen Morgen hatte eine Lagerhalle auf dem Gelände im Rhein-Pfalz-Kreis bereits in Vollbrand gestanden. Teile des Gebäudes seien eingestürzt.

Nach Einschätzung der Feuerwehr werden weitere Teile der Halle eingerissen werden müssen, um den Brand löschen zu können. Wie Bürgermeister Michael Reith (SPD) mitteilte, wurde ein Radlader des Technischen Hilfswerks angefordert, um an Glutnester im hinteren Teil der Halle heranzukommen. Die Löscharbeiten könnten nach derzeitiger Einschätzung der Feuerwehr noch bis in die Abendstunden dauern. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.

Am Vormittag teilte die Feuerwehr mit, dass keine erhöhte Schadstoffkonzentration in der Luft festgestellt worden sei. In der Halle lagerten demnach keine gefährlichen Abfälle. Brandgeruch könne aber weiterhin wahrgenommen werden. Die Bevölkerung war aufgrund starker Rauchentwicklung zunächst aufgerufen worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Laut Feuerwehr soll sobald wie möglich ein Experte des Technischen Hilfswerks Lagerhalle und Statik begutachten, da vermutlich Einsturzgefahr bestehe. Wann Brandursachenermittler der Kriminalpolizei den Brandort betreten können, steht einem Polizeisprecher zufolge noch nicht fest. Auch zur Höhe des Schadens konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen.

In dem Sonderabfallzwischenlager im Rhein-Pfalz-Kreis hatte es bereits vor zwei Jahren ein Unglück gegeben. Beim Umfüllen eines Kanisters in einen Tank war es am 21. August 2018 zu einer chemischen Reaktion gekommen. Dabei wurde hochgiftiger Schwefelwasserstoff freigesetzt, zwei Arbeiter starben. Die Staatsanwaltschaft hatte das Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingestellt.

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