Bauern und Jäger für Maßnahmenpaket im Schweinepest-Kampf

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Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) haben der Bauern- und der Jagdverband von Bund und Ländern ein rasches Maßnahmenpaket gefordert. Dazu sollten unter anderem eine Erlaubnis für Nachtzieltechnik mit Infrarot-Aufheller bei der Jagd auf Wildschweine gehören sowie Entschädigungen für Landwirte wegen einer intensiveren Wildschweinjagd. Nötig sei «ein koordiniertes Vorgehen gegen die Afrikanische Schweinepest», heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und des Deutschen Jagdverbandes (DJV).

Vor Beginn eines Treffens der Länder-Agrarminister am Donnerstag im saarländischen Weiskirchen forderten die Verbände einen zentralen Krisenstab, der die Aktivitäten über Ländergrenzen hinaus steuere. Insbesondere die Grenze zu Polen müsse «wildschweinsicher» werden. Dazu gehörten entsprechende Zäune um die Kernzone der Tierseuche: «Hier besteht noch erheblicher Handlungsbedarf.»

Die Bejagung von Wildschweinen müsse vor allem entlang der Grenze zu Polen «stark intensiviert» werden, nötigenfalls auch in Gebieten mit eigentlich beschränkter Jagdausübung. Die Jäger forderten die Übernahme von Untersuchungsgebühren, mehr Annahmestellen für Probenmaterial und Unterstützung bei der Vermarktung von Wildbret. Die ASP war vor zwei Wochen bundesweit erstmals bei einem toten Wildschwein in Brandenburg bestätigt worden.

Ortskundige müssten bei der Suche nach toten Wildschweinen eingebunden werden. Auch müssten «Bejagungsschneisen» auf den Feldern geschaffen werden. Wenn für Jäger entsprechende Schneisen angelegt werden könnten, müssten aber die Bauern für die damit verbundenen Ernteausfälle entschädigt werden. (dpa)

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