Trierer Bischof Ackermann: Innerkirchlich geht es «turbulent» zu

0
Bischof Stephan Ackermann. Foto: Arne Dedert/ dpa-Archiv

TRIER. Alle katholischen Bistümer in Deutschland stehen nach Angaben des Trierer Bischofs Stephan Ackermann derzeit «in Veränderungsprozessen». Innerkirchlich gehe es gerade «turbulent» zu, schrieb er in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief an die Gremien in den Pfarreien und Dekanaten im Bistum Trier.

«Wir stehen mitten in tiefgehenden Herausforderungen und Belastungen und sind intensiv auf der Suche nach Lösungswegen.»

Auch im Bistum Trier: Nachdem eine geplante Pfarreienreform vom Vatikan gestoppt worden war, sollen nun Schritte zur Fortsetzung der Reform bis Anfang 2021 erarbeitet werden. Unklar ist, wie viele Pfarreien es nun geben soll. Zwei Wege sind im Gespräch: Entweder fusioniere man die derzeit 172 Pfarreiengemeinschaften zu Pfarreien. Oder man löse sie auf und starte mit bestehenden 887 Pfarreien, die dann auf freiwilliger Basis fusionieren könnten.

Zuvor hatte das Bistum Trier die Auflösung der 887 Pfarreien in den 172 Pfarreiengemeinschaften geplant, um dann 35 neue Großpfarreien zu gründen. Dieser Schritt war Rom zu groß, daher verfolgt man nun «eine behutsamere Entwicklung», hatte es Ende Juni in Trier geheißen.

«Jetzt sind wir dabei, gangbare Alternativen zu entwickeln, schrieb der Bischof. Er höre, dass viele Menschen sich Klarheit wünschten – und ihm sei bewusst dass «die Schwebesituation, in der wir uns aktuell befinden», so manches ehrenamtliche Engagement lähme.

Ackermann sichert den Gremienmitgliedern zu, dass er die ausgesprochenen «Übergangsmandate», die längstens bis Ende 2021 gelten, auf keinen Fall verlängern würde. Er bat die Ratsmitglieder, die Übergangsmandate auch bis Ende 2021 wahrzunehmen. Das Bistum Trier zählt gut 1,3 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.