„Wir haben die Belastungsgrenze gesehen“ – DRK äußert sich zur Corona-Pandemie

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Das Logo Deutsches Rotes Kreuz ist an der Jacke eines Helfers zu sehen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die Corona-Pandemie hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Monaten vor gewaltige Herausforderungen gestellt. «Wir haben die Belastungsgrenze gesehen», sagte der Präsident des DRK-Landesverbands Rheinland-Pfalz, Rainer Kaul, am Dienstag in Bad Kreuznach.

Das Coronavirus hat die Helfer der Organisation seit Anfang Februar, als die ersten Bundesbürger aus dem chinesischen Wuhan zurückgeholt und dann im pfälzischen Germersheim in Quarantäne betreut wurden, in Atem gehalten. Rund 2650 Ehrenamtler aus 30 DRK-Kreisverbänden in Rheinland-Pfalz hätten in den vergangenen Monaten mehrere Zehntausend Einsatzstunden geleistet, berichtete DRK-Vorstand Manuel Gonzalez. Hinzu kämen noch die hauptamtlichen Mitarbeiter.

Alle Bereiche des DRK wurden in der Pandemie vor große Aufgaben gestellt: Die Betreiber der derzeit elf Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz und dem Saarland, die Helfer im Bevölkerungsschutz, die unter anderem beim Aufbau und Betrieb von mobilen Teststationen und Fieberambulanzen mithalfen, und der Blutspendedienst. Emotional besonders belastend war die Situation für die Mitarbeiter in Seniorenzentren, Kinderschutz- und Jugendhilfeeinrichtungen, wie DRK- Landesgeschäftsführerin Anke Marzi berichtete. So seien in den Senioreneinrichtungen manche Betreute wegen des vorübergehenden Besuchsverbots vereinsamt und in Depressionen versunken. Und manches Kind, das zwischenzeitlich nur über Video oder Telefon betreut werden konnte, sei auch nach der Wiedereröffnung der Kinderschutzdienste «verstummt».(dpa)

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