Wegen AfD-Teilnehmer: Landessportbund zieht Unterstützung für „Wochen der Demokratie“ zurück

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KOBLENZ. Der Landessportbund Rheinland-Pfalz ist wegen der Teilnahme eines AfD-Vertreters von der Zusage zurückgetreten, die «Koblenzer Wochen der Demokratie – Wozu Demokratie?» zu unterstützen. Dies gelte auch für das vom LSB in Rheinland-Pfalz umgesetzte Bundesprogramm «Integration durch Sport», teilte der Landessportbund am Dienstag.

Hintergrund der Absage sei die Teilnahme des stellvertretenden AfD-Landesvorsitzenden und -Landtagsabgeordneten Joachim Paul an den «Wochen der Demokratie». Sie entspreche der Haltung des LSB, sich nicht an Veranstaltungen zu beteiligen, «die Vertreter antidemokratischer, rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien und Gruppierungen die Möglichkeit bieten, rechtspopulistische Inhalte zu artikulieren und zu legitimieren», hieß in der Mitteilung.

Die Werte des Sports würden im Widerspruch zur Programmatik von Parteien wie der AfD stehen. Als Teil einer starken Zivilgesellschaft sehe es der LSB als geboten an, mit aller Deutlichkeit für die demokratische und vielfältige Gesellschaft einzutreten. Mit der Entscheidung, sein Engagement in den «Koblenzer Wochen der Demokratie» zurückzuziehen, zeige der LSB «Haltung für sein Werte-, Integrations- und Demokratieverständnis und setzt ein klares Zeichen gegen den Versuch, die Gesellschaft mit einer Ideologie der Ungleichwertigkeit zu spalten», heißt es in der Mitteilung weiter.

Die ursprünglich geplante Veranstaltung zum Thema «Integration durch Sport – Demokratische Werte und soziale Potenziale im (Breiten-) Sport» werde der LSB zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

Infos zum abwechslungsreichen Programm findet ihr HIER.

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