Weniger Besucher und Umsatz: Kinos leiden unter Corona-Krise

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Sitze in einem Kino sind mit Absperrband versehen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild ;

Die Corona-Krise trifft auch die Kinos in Rheinland-Pfalz. Im ersten Halbjahr 2020 hat sich die Zahl der Besucher und der Umsatz in den Kinos mehr als halbiert. Das geht aus am Freitag veröffentlichten Zahlen der Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin hervor. Insgesamt besuchten von Januar bis Juni 2020 etwas mehr als eine Millionen Menschen die Lichtspielhäuser im Bundesland. Im selben Zeitraum 2019 waren es noch etwas mehr als 2,2 Millionen Menschen gewesen. Die Umsätze sanken im gleichen Zeitraum um 54,3 Prozent von 19,7 Millionen Euro auf etwas mehr als 9 Millionen Euro.

Die Kinos in Rheinland-Pfalz waren während des sogenannten Lockdowns mehrere Monate geschlossen. Erst im Mai hatten die Lichtspielhäuser wieder öffnen dürfen. Die Beschränkungen wegen der Pandemie erlauben nur, einen Teil der Sitzplätze zu belegen.

Eine Pleitewelle unter Kinobetreibern lässt sich aus den Zahlen der FFA allerdings nicht ablesen. Demnach stieg die Zahl der Kinostandorte im ersten Halbjahr sogar von 46 auf 48 und die Zahl der Leinwände von 219 auf 228.

Die Filmförderungsanstalt hatte jedoch bereits bei der Veröffentlichung der Bundeszahlen am Dienstag gewarnt: Die Statistiken täuschten, viele Kinobetreiber kämpften derzeit um ihre Existenz. Die wirklichen Auswirkungen der Pandemie auf die Kinolandschaft würden erst in den kommenden Monaten sichtbar werden.

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