„Möchtegern-Schumis“ liefern sich illegales Autorennen auf Triers Straßen

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Symbolbild; Foto:dpa

Grün und Vollgas! In der ersten Kurve kurz das Heck verloren, aber schnell wieder eingefangen. Im Windschatten dem Führenden hinterher… Was hier nach einer Passage aus dem Drehbuches des Films Fast and Furious klingt, spielte sich in den frühen Morgenstunden des 16. September genauso am Trierer Moselufer in Höhe des Zurlaubener Ufers ab.

Zwei Pkw-Fahrer, die zunächst nebeneinander an der roten Ampel in der Lindenstraße warteten und sich offenbar auf ein Rennen verständigt hatten, ließen ihren hochmotorisierten Gefährten bei Grün freien Lauf und beschleunigten in Richtung des Krahnenufers. Als wäre dem noch nicht genug, gaben sich die Mitfahrer des einen Fahrzeuges noch den letzten Kick, indem sie während der Fahrt mit freiem Oberkörper halb aus dem Fahrzeuginneren herauskletterten. Pech nur, dass die ganze Szenerie von einer zivilen Polizeistreife, sozusagen von der Pole Position heraus, beobachtet worden war und dem Treiben durch eine verschärfte Kontrolle schnell ein Ende gesetzt werden konnte.

Neben zusätzlich festgestellten diversen Ordnungswidrigkeiten erwartet die beiden Fahrer nun ein Strafverfahren wegen Durchführung eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Man zog es vor, zunächst keine Angaben zur Sache zu machen. Zu einer konkreten Gefährdung unbeteiligter Verkehrsteilnehmer war es nicht gekommen. Die Polizei Trier weist in diesem Zusammenhang auf die derzeit laufenden Maßnahmen bezüglich der lokalen Autoposer und Tuningszene hin, bei denen nicht zuletzt durch forcierte Kontrollen besonders geschulter Beamter gerade den Möchtegern-Schumis Einhalt geboten werden soll.

(Polizei Trier: Christian Schmitt)

6 KOMMENTARE

  1. Solchen hirnlosen Vollpfosten müssten für mehrere Jahre der Führerschein entzogen werden. Dann haben sie sehr viel Zeit um zu überlegen, wo hier der Fehler lag.

  2. Carlos
    Ganz einfach.
    Führerscheinentzug auf Lebenszeit.
    Getunte Karren zu Steil bringen, 1 Kubikmeter Schrott.
    Die Vollpfosten an den Pranger in Trier stellen mit einem
    Schild um den Hals:
    Wir können nichts für unsere Dummheit,
    wir sind mit der Nähmaschine geimpft worden.
    Unsere Schaukel hat zu dicht an der Mauer gestanden.

  3. Keinem unter 21 mehr als 75 PS genehmigen. Als Führerscheinneuling eine am Fahrzeug deutlich anzubringende entsprechende kennzeichnung. Maximal 100 kmh bis die probezeit zuende ist. Das wäre eine angemessene verkehrserziehung! Es sollte auch verpflichtend sein ein Fahrsicherheitstraining vorzuweisen! Einmal ist keinmal, aber wer sich derartig im Straßenverkehr verhält, wird über kurz oder lang eine Gefahr für andere und sollte Charakterlich beurteilt werden, und entsprechend eingeschränkt sein und bleiben. Aus Versicherungsgründen verleiht eine Autovermietung keine leistungsstarke Fahrzeuge an jene die nicht einen gewissen „Reifheitsgrad“ erlangt haben. Das spricht für sich. Desweiteren bin ich ein Befürworter für Schulungen, wie beim Lkw oder Kom, sprich module. Ein Thema hätte ich da auch schon, „Rücksichtnahme“ ! Insbesondere gegenüber dem Schwerlastverkehr und ÖPNV. Diese Fahrzeuge benötigen fast immer den gesamten verkehrsraum, sei es nur zum abbiegen. Poser haben eben die eigenschaft besonders rücksichtslos teilzunehmen. Erweitere das aber auch auf andere Verkehrsteilnehmer die schlicht nicht wissen welchen raum Nutzfahrzeuge benötigen. Ich hoffe das leuchtet mal auch dem ein oder anderen ein.
    Lg ein Busfahrer

  4. Hier wird ja mal wieder schoen alles ueber einen Kamm geworfen. Aber die geistreichen Vorredner waren wohl auch Teilweise nur millimeter mit der Schaukel von der Wand entfernt. FACEPALM

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