Fahrrad vs. Autofahrer: Platzwunden und Prellungen – gleich dreimal wurden Radfahrer umgenietet!

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Symbolbild; Foto: dpa

TRIER. Wie die Polizei Trier mitteilt, kam es am gestrigen Dienstag zu mehreren Unfällen mit drei verletzten Radfahrern im Trierer Stadtgebiet.

Demnach wurde bereits am frühen Morgen ein Radfahrer in der Domänenstraße übersehen, als ein Pkw-Fahrer nach links in die Schönbornstraße abbiegen wollte und der Radfahrer ihm auf der Kreuzung entgegenkam. Die Folgen der Kollision waren ein gebrochener Brustwirbel sowie Platzwunden am Kopf des Radfahrers. Diesem musste die Polizei allerdings auch einen Vorwurf machen, denn am Rad war kein Licht montiert. Der Kreuzungsbereich ist jedoch gut ausgeleuchtet und die Dämmerung hatte auch bereits eingesetzt.

Wenig später war auf Höhe der Einfahrt zum Konstantinparkplatz ein weiterer Radfahrer zu Sturz gekommen, als die vor ihm fahrende Pkw-Fahrerin nach rechts auf den Parkplatz abgebogen war und den Radfahrer dabei übersehen hatte. Dabei kam es zwar nicht zur Kollision zwischen den Fahrzeugen, aber die Vollbremsung des Radfahrers endete jäh in einem Sturz. Auch hier waren eine Kopfplatzwunde und eine Prellung des Handgelenkes die körperlichen Folgen.

Den dritten Radunfall binnen weniger Stunden musste die Polizei Trier dann in den Mittagsstunden in der Saarstraße aufnehmen. Dort hatte ein Autofahrer beim Öffnen der Fahrertür am rechten Fahrbahnrand den sich von hinten nähernden Radfahrer komplett übersehen, sodass der Radfahrer in die Tür krachte. Hier waren die Folgen mit viel Glück nur glimpflicher Natur: Rückenprellung und Schürfwunden.

Leider verzeichnet die Polizei immer wieder Unfälle mit teils gravierenden Folgen für die sogenannten verkehrsschwachen Personen. Oftmals sind die Hauptverursacher fahrlässig handelnde Autofahrer, die aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit Radfahrer übersehen oder falsch agieren. Man möchte aber keineswegs die Schuld nur den Pkw-Fahrer in die Schuhe schieben, denn auch der Polizei ist bekannt, dass es viele Radfahrer gibt, die durch aggressives und rücksichtsloses Fahrverhalten Konflikte im öffentlichen Verkehrsraum provozieren und damit viel Unmut beim motorisierten Verkehrsteilnehmer auf sich ziehen.

Nicht zuletzt im Hinblick auf die Ausweitung des lokalen Radverkehrsnetzes (beispielsweise des temporären Schutzstreifens in der Christophstraße) kündigt die Polizei Trier vermehrt Kontrollen im Stadtgebiet an, um dem erkannten Problem entgegenzutreten und auch beidseitig für Verständnis zu werben.

Unter die Rubrik „selbst Schuld“ fällt der letzte aufgenommene Unfall mit Personenschaden. Zwar ordnungsgemäß zugelassen, aber entgegen der vorgegebenen Fahrtrichtung befuhr der Fahrer eines E-Scooters die Moltkestraße in Richtung Thebäerstraße. Da er sich für einen kurzen Moment nicht auf seine Fahrlinie konzentriert hatte, kam er den links geparkten Autos gefährlich nahe. Als er dies erkannte, verriss er im Schreck seinen Lenker und kam mitten auf der Fahrbahn nach einem Sturz zum Liegen. Die vielen Schürfwunden im Gesicht sowie eine Platzwunde hätte er sich womöglich sparen können, wenn er denn einen Helm getragen hätte.

2 KOMMENTARE

  1. Das Mack so in Trier sein,aber passt nicht von Schweich bis Koblenz da sind es zu 98 % die Radfahrer dran Schuld an den Unfällen mit Radfahren durch Fehlverhalten und Aggressive Rad Fahren im Straßenverkehr !
    Vor allen in Bernkastel-Kues und Umgebung sehr deutlich zu sehen und unsere POLIZEI Schaut weg und lässt gewähren statt diese Anzuzeigen!! Ah warum nur !!!!!

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