Neues Design: Stadtverwaltung und TTM zeigen neues Stadtlogo

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Sie sind die Aushängeschilder des neuen Corporate Designs der Stadt Trier: Das offizielle Stadt-Logo (links oben), das Logo der Trier Tourismus & Marketing GmbH (TTM/links unten) und das Fan-Logo (rechts), das es in verschiedenen Farben geben wird

TRIER. Die Stadtverwaltung Trier und die Trier Tourismus und Marketing GmbH (ttm) bekommen ein neues, gemeinsames Corporate Design und kommunizieren künftig beide mit einem weiterentwickelten Porta Nigra-Stadtlogo. Ein eigenes „Fan-Logo“ für die Triererinnen und Trierer gibt es künftig auch.

Wer Broschüren, Plakate und Flyer aus verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung nebeneinander legt, sieht das Problem auf den ersten Blick: Es ist oft kaum zu erkennen, dass die unterschiedlichen Kommunikationsmittel alle vom selben Absender kommen, dem Rathaus. Das Corporate Design der Stadtverwaltung, also einheitliche Gestaltungsgrundlagen, stammt aus den 1990er-Jahren und hat mit der rasanten Entwicklung neuer Medienformate nicht Schritt gehalten. Ein weiteres Problem: Während die Stadtverwaltung mit dem Porta-Nigra-Logo kommunizierte, setzte die Trier Tourismus und Marketing GmbH in der Außendarstellung ein ttm-Logo ohne die Trierer Sehenswürdigkeit ein. Da der Tourismus als bedeutender Wirtschaftsfaktor aber immer bedeutender für die Stadt wird, wollte der Stadtvorstand diesen Zustand ändern und hat deshalb Mitte 2019 das Amt für Presse und Kommunikation und die TTM mit der Entwicklung eines gemeinsamen Corporate Designs beauftragt. OB Wolfram Leibe: „Zu einer modernen, bürgernahen und dienstleistungsorientierten Verwaltung gehört ein einheitliches Auftreten. Nach über 25 Jahren war es höchste Zeit, das Design grundlegend zu überarbeiten. Ich freue mich, dass wir uns als Gesamtverwaltung nun wieder mit einem zeitgemäßen Design und dem prägnanten Trier-Logo mit der Porta Nigra präsentieren können.“

Norbert Käthler, Geschäftsführer der TTM: „Es gibt nur eine Marke Trier und keine Trennung zwischen touristischer Marke und Stadtmarke. Bürgerinnen und Bürger und Gäste werden deshalb mit einem einheitlichen Corporate Design angesprochen. Für die ttm war es von Anfang an wichtig, gemeinsam mit der Stadt einen neuen Auftritt zu erarbeiten.“

Die Entwicklung des Corporate-Designs war ein umfangreicher Prozess: Zunächst wurden Materialien gesammelt und gesichtet, mit denen Stadtverwaltung und TTM kommunizieren. Dabei zeigte sich, dass es über 350 verschiedene Anwendungsfälle für Kommunikationsmaterial allein aus dem Rathaus gibt, von der klassischen Briefvorlage, der E-Mail-Signatur und der Visitenkarte über Gebührenbescheide und Informationsmaterialien bis hin zu Schriftzügen auf Feuerwehrfahrzeugen, Türschildern, Mülleimern oder Nistkästen. Parallel dazu wurden die Probleme des alten Corporate Designs und des Stadtlogos aus den 1990er-Jahren analysiert. 14 Agenturen aus ganz Deutschland, darunter renommierte Grafikdesignbüros beteiligten sich anschließend an einer Ausschreibung zur Erstellung des neuen Corporate Designs. Die besten Entwürfe lieferte die Trierer Agentur Markenmut, die seit Herbst 2019 an der Umsetzung arbeitet. Das Stadtlogo aus den 90er Jahren wurde gemäß dem städtischen Auftrag weiterentwickelt. Michael Schmitz, Leiter des Amtes für Presse und Kommunikation: „Die Porta Nigra als zentrales Motiv des Stadtlogos war natürlich gesetzt. Das Logo sollte aber besser als die leichte Strichzeichnung aus den 90er-Jahren für alle Anwendungen der Print- und Digitalkommunikation einsetzbar sein und an Sichtbarkeit gewinnen.“ Markenmut hat dies mit einem Entwurf gelöst, bei dem die Porta nun selbstbewusst als vollflächige Abbildung dargestellt wird. Auch der Trier-Schriftzug wurde modernisiert, die römischen Bezüge jedoch beibehalten. Statt Rot und Grau erscheint das neue Logo nun in „Purpur Nigra“, einem dunklen Aubergine-Ton, kombiniert mit einem frischem „Petrus-Rot“ – eine Farbkombination, die die historischen Wurzeln der Stadt mit dem neuen, modernen Selbstverständnis der Verwaltung verbindet.

Die Einführung des Corporate Designs soll möglichst nachhaltig und wirtschaftlich laufen: Materialien mit dem alten Design werden zunächst aufgebraucht und erst in Neuauflagen im neuen Design gedruckt. Beschilderungen von Gebäuden oder Beschriftungen von Fahrzeugen werden ausgetauscht, wenn ohnehin eine Erneuerung ansteht. Überall, wo sich das neue Corporate Design leicht austauschen lässt, wird es ab dem 5. Oktober eingesetzt. Auf www.trier.de und www.trier-info.de sowie den Social Media-Kanälen des Rathauses und der TTM ist es bereits zu sehen.

Für Bürgerinnen und Bürger oder Vereine, die sich mit ihrer Stadt identifizieren, ist eigens ein „Fan-Logo“ entwickelt worden. Im Unterschied zum Stadt-Logo enthält die Porta Nigra hier zusätzlich ein Herz, und das Logo liegt in einer Reihe bunter Farben vor. In einem Wettbewerb sucht die Stadt nun noch nach einem Spruch, der neben dem Fan-Logo stehen soll.

(Quelle: Stadt Trier Pressemeldung)

7 KOMMENTARE

  1. Geld zum Fenster rausgeworfen. Man hätte eines der schon bestehenden Logos nehmen können für alle. Punkt fertig Ende aus. Ich wünsche mir das Kommunalpolitiker für diese unnötigen Ausgaben haftbar gemacht werden können. Als ob wir keine anderen Sorgen hätten, die finanzielle Mittel benötigen , Schulen Straßen etc. Strafbare Steuermittelverschwendung!!!!

  2. Selten so ein einfaches, nicht zu der ältesten Stadt von Deutschland passendes, Logo gesehen. Hat wahrscheinlich ein Kind aus der ersten Schulklasse entworfen. Einfach grottenschlecht.

  3. Schon witzig…durch Weglassungen und falsche Höhen (östlicher Seitenturm) ist es gelungen, einem für Trier ikonischen Bauwerk im Logo fast jede Wiedererkennbarkeit zu nehmen. „Eingeweihte“ erkennen die Porta, das ist aber nicht Sinn einer CI.
    Die Farbwahl ist nahe an „Rot und Blau schmückt die Sau“, auf jeden Fall unangenehm…leider gibt es ja in Indesign oder PS immer noch keine „Autokorrektur“, die wie in Textverarbeitungen vor den schlimmsten „Vertippern“ schützen würde.
    Aber, man soll ja nicht nur kritisieren: wahrlich begeistert haben mich die beiden waagerechten „Sollbruchstellen“ in der Porta: so etwas ist mutig und charakterisiert die Stadt in ihrer aktuellen Situation perfekt 🙂

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