Philologenverband: „Grüne Schulpolitik mit der Brechstange“

0

TRIER. „Die schulpolitischen Pläne der Trierer Grünen sind unüberlegt, mit den Schulen nicht abgestimmt und ideologisch motiviert“, kritisiert Malte Blümke, Landesvorsitzender des Philologenverbandes und selbst Lehrer am Friedrich-Spee-Gymnasium Trier (FSG), den vorgeschlagenen Wechsel der IGS vom Wolfsberg an das Schulzentrum Mäusheckerweg und die Schließung der dortigen Realschule plus und des Friedrich-Spee-Gymnasiums.

„Schulen sind keine Schachfiguren, die man nach Belieben hin und her schieben kann, sondern organisch gewachsene Einheiten. Schulorganisatorische Fragen werden hier nur vorgeschoben, um letztendlich die Realschule plus und das Gymnasium in die IGS als Einheitsschule zu überführen, wie es Daniel Köbler, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag, kürzlich mit seiner Forderung nach längerem gemeinsamen Lernen offen formuliert hat“, betont Blümke.

Das Friedrich-Spee-Gymnasium (FSG) Trier sei als Modellschule mit seinen Schulkonzepten zum achtjährigen Gymnasium und zum Ganztagsgymnasium (G8/GTS) und zur Lese- und Medienpädagogik eines der innovativsten Gymnasien im Land und solle nun auf dem schulpolitischen Altar der Grünen geopfert werden, befürchtet Blümke.

„Dabei sollen die rot-grünen schulpolitischen Versäumnisse verschleiert werden. Denn schon 2008 haben alle Gremien der Realschule und des Friedrich-Spee-Gymnasiums, der Stadtrat Trier, der Oberbürgermeister, die ADD und die Gymnasialabteilung des Bildungsministeriums bei der Einrichtung des FSG als G8/GTS-Gymnasium der Auflösung der gemeinsamen Orientierungsstufe (GOS) zwischen Realschule und Gymnasium zugestimmt. Die Auflösung der „Zwangsorientierungsstufe“ ist immer wieder verschoben worden.“

Es sei höchste Zeit, dass dies jetzt geschehe und dass die Schuldezernentin Angelika Birk sich klar vom Grünen Schulkonzept distanziere, damit die Verunsicherung der Eltern beendet werde, fordert der Landesvorsitzende des Philologenverbandes weiter.

„Der Schulstandort Trier bietet das ganze Spektrum von verschiedenen Schularten an, dieses vielfältige Angebot wäre durch die Aufhebung des G8/GTS-Standortes in Frage gestellt. Auch würde der Schulfrieden in Trier erheblich beeinträchtigt“, so Blümke. (red/et)

ZUM KOMMENTAR von Eric Thielen

ZUM THEMA:

„Dann fahren zwei Schulen gegen die Wand“

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.