Stadtrat: Schülerprotest und Radar

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TRIER. Mehr als 200 Schüler der St. Martin-Grundschule im Maarviertel haben am Donnerstag zusammen mit ihren Eltern lautstark vor der Sitzung des Stadtrates gegen die Schließung ihrer Schule protestiert. Unterdessen haben die Grünen mit eigenen Vorschlägen zur Umgestaltung der Trierer Schullandschaft die Debatte weiter befeuert.

Die Grünen wollen auf Dauer nur Grundschulen bestehen lassen, deren Zweizügigkeit langfristig gewährleistet ist. Angeregt wird der Zusammenschluss der Egbert-Grundschule oder Olewiger Schule – am Standort der Egbert-Schule. Auch Kürenz soll, sofern keine Zweizügigkeit mehr gegeben ist, mit Egbert verschmelzen. Um den Standort im grünen Winkel an der Olewiger Straße dafür vorzubereiten, sollen Baumaßnahmen am Schulgebäude durchgeführt werden.

Die Schulen „Reichertsberg“ und „Pallien“ sollen nach Trier-West, „Quint“ dafür nach Ehrang. Die Grundschule St. Martin soll nach Vorstellung der Grünen erhalten bleiben. Schließlich regen die Grünen an, die IGS zum Mäusheckerweg zu verlegen. Darin integriert werden soll die Realschule plus. Die Nelson-Mandela-Schule (Realschule plus) soll dafür auf den Wolfsberg umziehen.

Für das Friedrich-Spee-Gymnasium am Mäusheckerweg sehen die Grünen keine Zukunft. Sie wollen das einzige GTS8-Gymnasium der Region auslaufen lassen.

Um die Kosten für Sanierungen und Umbauten zu bestreiten, schlagen die Grünen den Verkauf mehrerer Schulgebäude vor.

Stadt will blitzen

Gegen die Stimmen der CDU hat der Stadtrat am Donnerstag beschlossen, Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet künftig in Eigenregie durchzuführen. Das war in Trier bisher Aufgabe der Polizei. Vor zwei Jahren noch hatte sich der Stadtvorstand gegen die kommunale Überwachung ausgesprochen. Damit folgte der Rat mehrheitlich dem Antrag der Grünen.

Der zuständige Dezernent, Thomas Egger (FDP), soll jetzt ein passendes Konzept erarbeiten. Geplant ist die Aufstellung von so genannten Starenkästen. Das Ordnungsamt soll ferner mit einem Fahrzeug ausgestattet werden, um Messungen auch mobil durchführen zu können. (red)

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