Feyen: Es tut sich was

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TRIER. Es tut sich was im Stadtteil Feyen-Weismark: Mit dem offiziellen Spatenstich haben Oberbürgermeister Klaus Jensen, Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani, Ortsvorsteher Rainer Lehnart und EGP-Chef Jan Eitel am Donnerstag den Startschuss für die Erschließung des Konversionsgelände Castelnau gegeben. Am selben Tag hatte der Stadtrat einstimmig grünes Licht für den Bebauungsplan gegeben.

Auf dem 340.000 Quadratmeter großen Kasernenareal werden bis April 2013 etwa 600 Meter Straße gebaut und rund 2500 Meter Kanalnetz verlegt. Die Fläche des ehemaligen Exerzierplatzes wird für die künftige Wohnbebauung, die Dreiecksfläche unterhalb des westlich liegenden Mannschaftsgebäudes für ein Einkaufszentrum erschlossen. In den kommenden zwei Monaten gehen die Aushubarbeiten von statten. Dazu müssen rund 50.000 Kubikmeter Erde bewegt werden.

Außerdem startet in den nächsten Tagen der Abriss der ehemaligen Elektrozentrale, der maroden Turnhalle und eines großen Mannschaftsgebäudes, wodurch Platz für einen zentrale Grünfläche gewonnen wird. Auf ihr soll eine Aussichtsplattform sowie ein Kinderspielplatz entstehen und den Bürgern in Feyen und Weismark ein Stück Ortsmitte zurückgeben. Die Investitionskosten für den ersten Abschnitt betragen rund 1,2 Millionen Euro.

„Als Baudezernentin ist das ein toller Tag für mich. Mit der Umwandlung des Kasernengeländes geht die Entwicklung in Trier einen großen Schritt voran“, betonte Kaes-Torchiani, die auch Aufsichtsratsvorsitzende des Projektentwicklers EGP ist.

Entlastung für den Wohnungsmarkt

Nach Angaben von Eitel sollen die ersten Wohnungen im Sommer 2014 bezugsfertig sein – sehr zur Freude von Jensen, der den Wohnungsbau als eine der zentralen Aufgaben der kommenden Jahre sieht: „Das wirtschaftliche Wachstum Triers in den vergangenen Jahren hat dazu geführt, dass die Stadt zu den beliebtesten Immobilienstandorten gehört. Der Druck auf die Mieten ist dadurch leider auch sehr groß geworden. Die Umwandlung des Geländes ist deshalb ein enorm wichtiger Prozess und in der Art und Weise beispielhaft.“

Über die zügige Entwicklung freut sich auch Lehnart. Der Feyener Ortvorsteher sprach von einem „qualitativen Quantensprung für den Stadtteil“ und lobte die Einbeziehung der ansässigen Bevölkerung in den Planungsprozess durch die regelmäßig stattfindenden „Castelnau-Gespräche“.

1999 hatte sich die französische Armee aus Trier zurückgezogen. Rund zehn Jahre stand das Areal mit seinen historischen Gebäuden leer, bis die EGP 2010 als Eigentümer den Ausbau des Anlage in die Hand nahm. Bis heute hat sie über fünf Millionen Euro in Grundstück, Planung und Rückbaumaßnahmen investiert. (red)

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