Amtszeit verlängert: Ein Jahr länger im Einsatz für den Moselwein

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(von links): Julia Gries, Marie Jostock, Moselwein-Vorsitzender Rolf Haxel und Bärbel Ellwanger vor dem Weinromantikhotel Richtershof in Mülheim.Foto: Moselwein e.V./Ansgar Schmitz

Mosel-Weinkönigin Marie Jostock aus Köwerich und die Mosel-Weinprinzessinnen Julia Weis aus Zell und Julia Gries aus Kobern-Gondorf haben ihre Amtszeit bis September 2021 verlängert. Mosel-Weinprinzessin Bärbel Ellwanger aus Trier wurde nach zweijähriger Amtszeit vom Vorstand der Mosel-Weinwerbung verabschiedet. Sie vertritt das Weinanbaugebiet Mosel bei der Wahl der Deutschen Weinkönigin am 25. September in Neustadt an der Weinstraße.

Zum ersten Mal seit fast 60 Jahren wird in diesem Jahr keine neue Gebietsweinkönigin gewählt. Zuletzt war die Wahl der Mosel-Weinkönigin 1962 ausgefallen, die damalige Gebietsweinkönigin Irmine Hoffmann, geborene Regnery, aus Klüsserath war von 1961 bis 1963 im Amt. Die Gründe dafür sind heute nicht mehr bekannt. 2020 sorgt die Corona-Pandemie für die außergewöhnliche Situation.

Anstelle des Wahl- und Krönungsabends mit mehreren Hundert Gästen wurde die Verlängerung der Amtszeit von Marie Jostock, Julia Gries und Julia Weis und die Verabschiedung von Bärbel Ellwanger im Rahmen eines festlichen Abendessens im Weinromantikhotel Richtershof in Mülheim begangen. Entsprechend der Hygienemaßnahmen waren dabei nur die engsten Familienangehörigen der Weinhoheiten, der Vorstand des Moselwein e.V. und einige wenige geladene Gäste aus weinbaulichen Organisationen und Institutionen anwesend.

Rolf Haxel, Vorsitzender des Moselwein e.V., dankte Marie Jostock und Julia Gries sowie der aus beruflichen Gründen verhinderten Julia Weis für ihre Bereitschaft, sich ein Jahr länger in den Dienst des Moselweines zu stellen. Dem Wunsch der Weinhoheiten nach der Verlängerung des Amtsjahres hatten der Vorstand des Moselwein e.V. und Weinbaupräsident Walter Clüsserath im Mai einstimmig entsprochen, nachdem durch die Corona-Pandemie fast alle Einsätze, Weinfeste, Weinmessen und Gebietspräsentationen abgesagt worden waren. Damit war auch klar, dass Marie Jostock nicht bei der Wahl der Deutschen Weinkönigin 2020/21 antreten würde.

Damit das Anbaugebiet dennoch bei diesem bundesweit beachteten Event dabei sein kann, hat Mosel-Weinprinzessin Bärbel Ellwanger aus Trier sich bereit erklärt, die Mosel in Neustadt zu vertreten. Bärbel Ellwanger hatte bereits im Amtsjahr 2018/19 als Mosel-Weinprinzessin das Anbaugebiet bei zahlreichen Veranstaltungen regional und überregional repräsentiert. Vorsitzender Rolf Haxel dankte Bärbel Ellwanger für ihren Einsatz als Botschafterin der Mosel und wünschte ihr für die Wahl am 25. September alles Gute.

Der Corona-Virus und die damit verbundenen Einschränkungen haben sich massiv auf die Arbeit der Mosel-Weinkönigin und ihrer Prinzessinnen ausgewirkt. Seit Mitte März sind fast alle Veranstaltungen abgesagt worden und damit auch die meisten Werbe-Einsätze der Gebietsweinhoheiten. Bis auf weiteres werden keine großen Veranstaltungen und damit auch keine Weinfeste, Messen und andere Weinevents stattfinden. „Damit fällt der Großteil der normalerweise rund 200 Termine für unsere Weinhoheiten in diesem Jahr aus“, so Ansgar Schmitz, Geschäftsführer des Moselwein e.V.
Auch in mehreren anderen deutschen Weinanbaugebieten findet in diesem Jahr keine Wahl der Gebietsweinkönigin statt, die amtierenden Weinmajestäten bleiben im Amt. Vorstand und Geschäftsführung der Mosel-Weinwerbung halten die Verlängerung der Amtszeit auch für sinnvoll, da man vor dem Hintergrund der Pandemie die Wahl der Mosel-Weinkönigin nicht im gewohnten, großen Rahmen hätte veranstalten können.

Anstatt das Weinanbaugebiet Mosel bei großen Veranstaltungen in ganz Deutschland zu repräsentieren, waren und sind die Mosel-Weinhoheiten verstärkt in den sozialen Medien aktiv, um für die Weine der Region zu werben. So geht bald ein weiteres Video online, in dem die jungen Frauen touristische Attraktionen im Weinanbaugebiet Mosel präsentieren und zum Wein-Urlaub an Mosel, Saar und Ruwer motivieren.

Doch Weinevents und der direkte Kontakt lassen sich über die online-Maßnahmen nur bedingt ersetzen. Marie Jostock, Julia Gries und Julia Weis brennen darauf, spätestens im kommenden Jahr richtig für die Mosel durchstarten zu können. „Meine Prinzessinnen und ich sind sehr stolz darauf, das Weinanbaugebiet Mosel, seine Weine und Winzer ein weiteres Jahr vertreten zu dürfen. Wir sind bereit, mit unserer Lebensfreude, Überzeugung und Leidenschaft für den Moselwein Menschen aus aller Welt von unserer einzigartigen Wein- und Kulturlandschaft zu begeistern“, so Marie Jostock. Julia Gries freut sich „auf zahlreiche, sehr unterschiedliche Termine, auf den Kontakt zu vielen Menschen mit spannenden Geschichten und vielen interessanten Gesprächen, stets bei einem guten Glas Moselwein“.  Trotz Bachelor-Arbeit und Praktikum im kommenden Jahr will auch Julia Weis die Chance nutzen, um sich weiter für die Region und ihre Winzer einzusetzen.

Und Bärbel Ellwanger fühlt sich geehrt, ihre Heimat und deren Weine bei der Wahl der Deutschen Weinkönigin vertreten zu dürfen. Sie wird am 17. September um 18:45 Uhr in der Landesschau Rheinland-Pfalz im Interview zu sehen sein. Die Fachbefragung der sieben Bewerberinnen wird am 19. September von 16 bis 17 Uhr im Livestream unter swr.de/weinkoenigin gezeigt. Die Wahl und Krönung der 72. Deutschen Weinkönigin wird am 25. September ab 20:15 Uhr live im SWR-Fernsehen ausgestrahlt.

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