FPD: „Keine autofreie Römerbrücke“

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TRIER. Die FDP-Stadtratsfraktion legt in einer Stellungnahme ihre Position zum Entwurf des Mobilitätskonzeptes dar. Neben vielfacher Zustimmung wird auch Kritik an einigen Aspekten des Konzeptes deutlich. So fordern die Liberalen eine bessere Einbindung der Wirtschaft und lehnen eine autofreie Römerbrücke ab.

Unterstützung gibt es vonseiten der Liberalen hingegen für den neuen Tangentenring und das Ziel der Stärkung des ÖPNV. „Die FDP-Fraktion begrüßt die Aufstellung des Mobilitätskonzeptes ‚Trier 2025‘ als Richtschnur und Zielsetzung für die zukünftige Mobilitätsentwicklung in unserer Stadt. Die FDP-Fraktion geht mit einem Großteil der vorgeschlagenen Ideen und Konzepte konform. In einigen Punkten sehen wir aber auch noch Beratungsbedarf, einige wenige lehnen wir auch komplett ab“, erklärt Tobias Schneider, Vorsitzender der FDP-Trier und Mitglied des Stadtrates.

„Insbesondere das Konzept des neuen Tangentenringes als Erweiterung des Alleenringes stößt bei uns auf große Unterstützung. Es bleibt aber zweifelhaft inwiefern dieses Projekt, bestehend aus etwa dem Wasserwegdurchbruch, dem Moselbahndurchbruch sowie dem Ausbau der Aulstraße inklusive der provisorischen Brücke, aufgrund der prekären Haushaltslage der Stadt Trier umsetzbar sein wird. Hier muss vor allem geklärt werden, inwiefern auch die Umsetzung von einzelnen Maßnahmen positive Effekte erzielen könnte“, so Schneider

„Um eine Verbesserung der Verkehrssicherheit zu erreichen ist auch die Einführung von Tempo-30-Zonen sinnvoll. Problematisch wird es jedoch, wenn wie etwa in der Saar- und Paulinstraße auch die ansässigen Geschäfte und Betriebe betroffen sind. Für die FDP-Fraktion ist es daher zwingend notwendig, dass vor der Entscheidung über eine solche Maßnahme die Auswirkungen auf den Wirtschaftsverkehr und die Kundenströme überprüft werden,“ fordert Schneider. „Auch abseits von dieser speziellen Frage, ist es unabdingbar, dass das weitere Vorgehen in enger Abstimmung mit der lokalen Wirtschaft koordiniert wird.“

„Große Bedenken haben wir bei der Zielsetzung langfristig auf eine Sperrung der Römerbrücke für den motorisierten Individualverkehr hinzuarbeiten. Eine solche Maßnahme wird in der Bürgerschaft auf wenig Akzeptanz stoßen. Viel eher sollte man mit den Moselstegen sowie der Umgestaltung des Brückenumfeldes versuchen die Römerbrücke als Weltkulturerbe besser in Szene zu setzen und neue Verbindungen für Touristen und Trierer zwischen der Altstadt und Trier-West zu schaffen. Weiterhin sollten die Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer an den Uferstraßen verbessert werden“, schlägt Schneider vor, der für die FDP-Fraktion im Dezernatsausschuss IV sitzt.

„Insgesamt bietet das Mobilitätskonzept eine gute Grundlage für die zukünftige verkehrs- und infratrukturpolitische Arbeit in Trier. Es muss allerdings auch klar sein, dass nur in den wenigsten Fällen derartige Konzepte schließlich komplett umgesetzt werden können. Daher sollte man mit realistischen Erwartungen an die Sache herangehen und das Mobilitätskonzept weniger als ein starres Konstrukt sehen, sondern viel eher als einen Wegweiser“, so Schneider abschließend. (red)

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