Rotes Kreuz: Keine Angst – Erste Hilfe auch in Corona-Zeiten leisten

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Teilnehmer eines Erste-Hilfe-Kurses üben an einer Trainingspuppe. Foto: Vanessa Köneke/dpa/Symbolbild

Das Deutsche Rote Kreuz hat dazu aufgerufen, Verletzten auch während der Corona-Pandemie Erste Hilfe zu leisten. «Corona ist kein Grund, Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht durchzuführen», betonte der rheinland-pfälzische DRK-Vorstand Manuel Gonzalez. «Jeder kann helfen. Man braucht keine besondere Routine oder Erfahrung, um im Notfall zu helfen.» Mit Blick auf diesen Samstag – den alljährlichen Welt-Erste-Hilfe-Tag – versuchte er, Bedenken von Menschen zu zerstreuen, die in einer Notsituation vielleicht gerne eingreifen möchten, aber aus Angst vor etwaigen Fehlern zögern. «Es ist eher falsch, wenn man nichts tut», sagte Gonzalez der Deutschen Presse-Agentur. «In der Tat ist es so, dass man intuitiv in aller Regel das Richtige macht.»

Die üblichen Corona-Vorkehrungen wie Mundschutz reichten bei vielen Hilfsmaßnahmen wie stabiler Seitenlage oder Schocklagerung aus, und bei der Erstversorgung beispielsweise von Verbrennungen sollten Helfer ohnehin am besten Handschuhe tragen, sagte Gonzalez. Wer wegen des Coronavirus Angst vor einer Mund-Nasen-Beatmung in Notsituationen habe, könne trotzdem helfen und mit der Herzdruckmassage beginnen, bis der Rettungsdienst komme. Im Zweifel gebe es noch Behelfsinstrumente mit Sicherheitsventilen, die aber nicht jeder mit sich führe. Im Vordergrund stehe aber auf jeden Fall die Herzdruckmassage.

Die Corona-Krise ist auch nicht ohne Folgen für die Ersthelfer-Kurse geblieben, die beispielsweise für Führerscheinbewerber angeboten werden. So gelte es, bei den Lehrgängen Abstandsregeln einzuhalten, und es gebe eine Höchstzahl an Kursteilnehmern, sagte der DRK-Vorstand. Und auch die Übungen werden wegen der Pandemie anders praktiziert. So werde beispielsweise das Anlegen von Verbänden nicht mehr an einem anderen Kursteilnehmer probiert, sondern jeweils an sich selbst, erklärte er. Beim Trainieren von Herzdruckmassage und Beatmen würden ohnehin Puppen verwendet. «Corona ist also auch kein Grund, einen Erste-Hilfe-Kurs nicht zu besuchen», bekräftigte Gonzalez.

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