Corona-Krise: Weniger Absatz in Gastronomie macht Gerolsteiner zu schaffen

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Foto: dpa-Archiv

GEROLSTEIN. Die Corona-Krise macht dem Mineralwasserhersteller Gerolsteiner Brunnen zu schaffen. Vor allem wegen rückläufiger Geschäfte in der Gastronomie sei der Absatz in den ersten sieben Monaten dieses Jahres um 5,7 Prozent auf 4,4 Millionen Hektoliter gesunken, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung des Gerolsteiner Brunnen, Roel Annega, am Dienstag in Gerolstein.

Der Umsatz des Brunnens im Kreis Vulkaneifel ging um 7,3 Prozent auf 170,1 Millionen Euro zurück.

Die Gastronomie mache gut fünf Prozent des Absatzes des Unternehmens aus. Der «Lockdown» und der anschließend langsam wieder angelaufene Betrieb in der Gastronomie bedeute für Gerolsteiner in diesem Geschäftsbereich einen Rückgang von rund 50 Prozent. «Im Umsatz sind die Rückgänge signifikant», sagte Annega. Hinzu komme der Export, der ebenfalls unter Corona gelitten habe. Das Geschäft mit Haushaltgebinden, also das, was Gerolsteiner über den Handel verkauft, sei stabil geblieben.

Eine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr sei schwer zu treffen, sagte Annega weiter. «Das wäre jetzt sehr unvorsichtig. Wir wissen nicht, was morgen passiert.» Die Geschäfte der Gastronomie zögen wieder an, aber: «Bis wir da auf dem alten Niveau sind, das wird unseres Erachtens noch dauern.» Kurzarbeit habe bei Gerolsteiner in der Krise nicht beantragt werden müssen.

Bei Gerolsteiner ist die Bekanntgabe von Sieben-Monats-Zahlen üblich, da sich nach Unternehmensangaben so das Sommergeschäft am besten abbilden lässt. In diesem Jahr sei der Absatz allerdings im heißen August stark gewesen. Derzeit sind bei dem Unternehmen rund 880 Mitarbeiter beschäftigt.

Gerolsteiner ist nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Nielsen die umsatzstärkste Mineralwassermarke in Deutschland.

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