Lahn-Eifel-Bahn fährt wieder – Bodenaustausch (7.000 Kubikmeter) schreitet voran

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Kesselwagen liegen an der Unfallstelle in der Nähe des Bahnhofs von Niederlahnstein auf der Seite. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

Eine gute Woche nach der Entgleisung eines Güterzugs am Bahnhof Niederlahnstein nahe Koblenz verkehrt dort seit Montag wieder die Lahn-Eifel-Bahn. Nach Angaben der Deutschen Bahn kann sie zwischen Koblenz und Limburg fahren, da sie mit ihrer dieselbetriebenen Lokomotive nicht auf Oberleitungen angewiesen ist. Der sonstige Regionalbahnverkehr über Niederlahnstein ist dagegen weiter unterbrochen – Fahrgäste müssen in Busse umsteigen.

Bis Montagmorgen waren laut einer Frankfurter Bahnsprecherin rund zwei Drittel von etwa 7000 Kubikmetern Erdreich ausgehoben, das mit Diesel verunreinigt worden war. Der Bodenaustausch mit bis zu vier Baggern werde voraussichtlich bis zu diesem Mittwoch andauern. Erst dann könnten wieder Gleise und vier Weichen verlegt werden. Frühestens am Montag kommender Woche (14. September) rechnet die Deutsche Bahn mit der kompletten Streckenfreigabe.

Der Güterzug war am 30. August laut Polizei auf dem Weg von Rotterdam nach Basel im Welterbe Oberes Mittelrheintal in Lahnstein entgleist. Jeder der 18 Kesselwagen hatte bis zu 60 000 Liter Diesel geladen. Sieben kippten um, zwei weitere entgleisten und blieben stehen. Bis zu 150 000 Liter Diesel sollen ausgelaufen sein. Von dem privaten Berliner Bahnunternehmen Laeger & Wöstenhöfer, das den Güterzug auf seine Fahrt geschickt hatte, gab es vorerst keine Stellungnahme.

Unfallursache und Schadenshöhe blieben zunächst unbekannt. Die rechtsrheinischen Gleise in Lahnstein sind Teil von Europas meistbefahrener Güterzugstrecke zwischen Genua und Rotterdam. Der Güterverkehr wird dort gegenwärtig auf die linksrheinischen Schienen umgeleitet.

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