Bundesweit – am 10. September werden auch in Rheinland-Pfalz die Sirenen heulen

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Symbolbild; Foto:dpa

RLP. Am 10. September werden in Rheinland-Pfalz Sirenen heulen, Warn-Apps piepen und Rundfunksender ihr Programm unterbrechen. Knapp eine Woche vor der Aktion wird Innenminister Lewentz über den bundesweiten Warntag informieren.

Früher warnten Kirchenglocken die Bürger vor Unwetter, Überfällen und Feuer. Heutzutage haben oft Smartphones mit speziellen Apps diese Warnfunktion übernommen. Eine wichtige Rolle spielen im Gefahrenfall auch Rundfunksender, die die Bevölkerung mit dringenden Informationen versorgen sollen. Außerdem sind vielerorts noch Sirenen installiert, die mit eindringlichem Heulton und immenser Lautstärke auf eine akute Gefahr hinweisen. In einigen Landkreisen bleiben sie aber stumm.

Um das Bewusstsein der Bevölkerung für die verschiedenen Warnsysteme zu schärfen und diese auf Herz und Nieren zu testen, findet am kommenden Donnerstag (10. September) ein bundesweiter Warntag mit einer Probewarnung statt, an dem sich auch Rheinland-Pfalz beteiligt. Einzelheiten wird Innenminister Roger Lewentz an diesem Freitag (13.00 Uhr) nennen.

Am Warntag selbst wird pünktlich um 11.00 Uhr der Probealarm ausgelöst. Zur Warnung der Bevölkerung nutzen Bund, Länder und Kommunen nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums alle verfügbaren Kommunikationskanäle, beispielsweise das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) betriebene Modulare Warnsystem (MoWaS), Warn-Apps wie Katwarn oder Nina, eine Vielzahl von Medien und Rundfunksendern bis hin zu Sirenen und Lautsprecherdurchsagen vor Ort. Alle Integrierten Leitstellen und die Feuerwehrleitstelle der Berufsfeuerwehr Mainz wurden laut Innenministerium im vergangenen Jahr mit MoWaS-Anlagen ausgestattet.

«Die Corona-Pandemie führt uns aktuell immer wieder vor Augen, wie wichtig die schnelle und verlässliche Information aller Bürgerinnen und Bürger ist,» hatte der für den Katastrophenschutz zuständige Staatssekretär Randolf Stich bei der Ankündigung des Warntags betont. «Nur wer rechtzeitig von einer Gefahr weiß, kann sich in Notlagen besser schützen.»

In den Landkreisen Birkenfeld, Rhein-Hunsrück und Bad Kreuznach werden die Sirenen allerdings aus technischen Gründen nicht heulen. Dort verfügten nicht mehr alle Sirenenempfänger über die Möglichkeit, den einheitlichen Warnton sowie die Entwarnung umzusetzen. Die derzeit laufende Umstellung von analoger auf digitale Alarmierungstechnik mache eine schnelle und einheitliche Warnung zum Stichtag unmöglich, teilte die Kreisverwaltung Bad Kreuznach mit.

Beschlossen wurde der Warntag von den Innenministern der Länder im vergangenen Jahr. Von diesem Jahr an soll die Aktion jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden. Sie soll dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen. Zugleich sollen die vorhandenen technischen Systeme zur Warnung flächendeckend getestet und herausgefunden werden, wo sie noch weiterentwickelt werden können.

Den Warntag bereiten Bund und Länder in Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden und den Kommunen gemeinsam vor. Zuständig ist laut Innenministerium auf Bundesebene das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). In Rheinland-Pfalz liegt die Organisation beim Innenministerium und auf der Ebene der Kommunen in der Regel bei den für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden. (dpa)

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