Die Freibad-Saison neigt sich dem Ende: Verhaltene Bilanz

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Bürgermeisterin Elvira Garbes weist mit Frank Brandscheid, Betriebsleiter des Südbads (l.), und Matthias Ulbrich vom Amt für Schulen und Sport auf die erforderliche Online-Reservierung vor dem Besuch der Freibäder hin. // Foto: Presseamt Trier

TRIER/LUDWIGSHAFEN. Schwimmen im Kreis und Einbahnverkehr, Online-Tickets und Schichtbetrieb – diese Freibad-Saison unter Corona-Bedingungen wird vielen Betreibern in Erinnerung bleiben.

Vor allem passionierte Schwimmer dürfte die Saison begeistert haben. Denn vielerorts mussten die Besucherzahlen streng limitiert werden, um Abstände einhalten zu können. «Die Schwimmer hatten Platz, es gab einen geordneten Badebetrieb», sagte der Landesvorsitzende des Bundesverbands Deutscher Schwimmmeister, Michael Schreiner, der Deutschen Presse-Agentur. Gerade zum Ende der Sommerferien seien die Bäder gut besucht gewesen, die Besucherzahlen blieben jedoch aufgrund der Corona-Beschränkungen weit hinter denen der Vorjahre zurück.

Einige Bäder in der Pfalz würden nun versuchen, die Saison zu verlängern und die Hallenbäder so spät wie möglich erst zu öffnen, berichtete Schreiner, vorausgesetzt das Wetter spiele mit. Normalerweise würde die Saison zwischen Ende August und Mitte September enden.

Das Ludwigshafener Freibad habe viel Lob für die Organisation und Wegeführung erhalten, sagte Sandra Hartmann, Pressesprecherin der Stadt. Das Freibad am WILLERSINNWEIHER hat in zwei Schichten geöffnet, 500 Personen dürfen dann jeweils baden gehen. Dazu kommt dreimal in der Woche das Frühschwimmen von 7 bis 9 Uhr. «Der Nachmittag war während der heißen Tage mehrmals ausgebucht», erklärte Hartmann.

Zwischen Anfang und Mitte September werde das Freibad voraussichtlich schließen, eine Verlängerung der Saison sei momentan nicht geplant. In der Regel flaue der Betrieb schon nach den Ferien ab, auch bei besserem Wetter. Zudem wechsle das Personal in die Hallenbäder, sobald diese geöffnet hätten.

Gerade während der Hitzewelle mussten im Freizeitbad VALLENDAR bei Koblenz viele Gäste draußen bleiben. Im Laufe der zwei Schichten am Vor- und am Nachmittag dürfen nur jeweils 300 Personen ins Wasser, was während der heißen Tage immer voll ausgenutzt wurde. «Wir hätten aber mit mehr Andrang gerechnet», meinte Sebastian Buß, Meister für Bäderbetriebe. Momentan sei eine Schließung für den 6. September geplant. Sollte es noch einmal wärmer werden, sei auch eine Verlängerung möglich.

Was die nackten Zahlen betrifft, fällt die bisherige Bilanz in TRIER nicht so positiv aus. Nach Angaben der Stadt sank die Zahl der Besucherinnen und Besucher im Nord- und Südbad im Vergleich zu den Vorjahren deutlich. Stand 18. August zählte das Südbad 26 217 Gäste und das Nordbad 20 387. Im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 75 548 beziehungsweise 62 427 gewesen. Auch die Einnahmen sanken unter Corona-Bedingungen. Insgesamt liegen sie den Angaben zufolge in beiden Bädern bei derzeit rund 91 000 Euro. Kalkuliert wurde mit 140 000 Euro.

Die Besucher seien jedoch sehr zufrieden gewesen, erklärte ein Sprecher der Stadt, vor allem weil es mehr Platz gab, sowohl zum Sonnen als auch zum Schwimmen. Eine Saisonverlängerung sei derzeit nicht geplant.

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