Meist wieder eingestellt: Kleiner Autokino-Boom ist wieder vorbei !

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Symbolbild // dpa

Der coronabedingte Autokino-Boom ist in Rheinland-Pfalz weitgehend wieder vorüber. Mit der Wiedereröffnung der herkömmlichen Kinos hat der Großteil der Autokinos den Open-Air-Betrieb wieder eingestellt. Die Bilanz des kurzfristigen Comebacks fällt aber positiv aus: Zig Tausende Menschen haben sich in den ersten Monaten der Corona-Pandemie in ihren auf großen Flächen geparkten Autos vor Mega-Videoleinwänden eine kleine Auszeit gegönnt.

In Trier zählte das Carpitol-Team mehr als 10 000 Zuschauer in fast 5000 Autos und Traktoren in den Moselauen zu Kino & Co. «Es war – gerade in der bedrückenden Stimmung einer Pandemie – ein tolles Projekt und wir sind auch ein bisschen stolz, dem kulturellen Leben in Trier die (Auto-)Türen geöffnet und wieder etwas Leben eingehaucht zu haben», teilten die Organisatoren mit.

Rund zwei Monate bot das Autokino Speyer auf dem Parkplatz des Technik Museums Speyer Open-Air-Kinoerlebnis, aber auch Kleinkunst wie Kabarett und Comedy. Mehr als 10 000 Fahrzeuge seien bis Ende Juni da gewesen, teilte die Sprecherin des Museums mit. Es sei beeindruckend gewesen, dass trotz des Abstands die Emotionen der Besucher über Hupe, Warnblinker und Fahnen deutlich zu spüren waren.

Autokinos hatten vor allem im April, Mai und Juni ein Comeback erlebt. In Rheinland-Pfalz waren sie an mindestens 25 Orten teils über einen kürzeren, teils über einen längeren Zeitraum am Start.

Noch voll im Autokino-Fieber sind dagegen die «Heimat Europa Filmfestspiele», die noch bis 6. September in Simmern im Hunsrück vor Zuschauern über die Leinwand flimmern.

«Wir sind noch mittendrin», sagte Festspielleiter Urs Spörri. Die Leute können im Auto kommen, füllen die Kontaktformulare aus und können im Auto oder draußen sitzen. «Es ist eine neue Art Wohnzimmer im öffentlichen Raum geworden», sagte Spörri. Insgesamt werden 39 Filme und 21 Konzerte bei dem reinen Autokino-Festival gezeigt. Schirmherr ist Filmregisseur Edgar Reitz, der einst das Gymnasium in Simmern besuchte und mit seiner Filmreihe «Heimat» und «Die andere Heimat» den Hunsrück bekannter gemacht hat.

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