Mehr als 13.000: Saar-Jäger erlegen Rekordzahl an Wildschweinen

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Foto: dpa-Archiv

Mit mehr als 13 000 erlegten Wildschweinen haben Jäger im Saarland im vergangenen Jagdjahr (bis 31. März 2020) einen Rekord erzielt. Es seien fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor gewesen, sagte der Geschäftsführer der Vereinigung der Jäger des Saarlandes, Johannes Schorr, der Deutschen Presse-Agentur in Saarwellingen. Der bisherige Landesrekord von gut 8800 Schwarzkitteln im Jagdjahr 2017/2018 sei um fast 50 Prozent übertroffen worden. «Wir sind sehr zufrieden, dass das der saarländischen Jägerschaft gelungen ist», sagte Schorr.

Es sei weiter wichtig, Wildschweinbestände gering zu halten, um eine Ausbreitung der drohenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Fall der Fälle im Saarland gering zu halten. Ein Grund für die hohen Abschusszahlen sei wohl der vermehrte Einsatz von Nachtsichttechnik bei der Jagd auf Wildschweine, die gerne nachts unterwegs seien: «Die Technik erlaubt es dem Jäger, zu sehen, wo das Schwarzwild ist, und sich dann anzupirschen.»

Hinzu komme, dass es im vergangenen Jagdjahr weniger Eicheln und Bucheckern als Nahrung für die Tiere in den Wäldern gab: Deshalb hätten Wildschweine spezielle Plätze mit ausgelegten Futtermitteln zum Anlocken und Erlegen mehr als sonst aufgesucht. «Wenn der Wald voll ist mit Mast, dann geht das Schwarzwild nicht so an die Kirrung», sagte Schorr.

Einen weiteren Rekord habe es bei den Dachsen gegeben: Mit 513 seien gut 130 mehr als im Vor-Jagdjahr geschossen worden. Die Zahlen bei den Dachsen gingen seit Jahren kontinuierlich nach oben, sagte Schorr. Zudem vermeldeten die Saar-Jäger rund 3600 erlegte Füchse. Und es standen gut 10 000 «Stück Rehwild» in der Statistik. Diese Zahl sei im Vorjahresvergleich stabil geblieben. Sie bewege sich seit 25 Jahren zwischen 9000 und 10 000 Tieren.

Die Zahl der Jäger habe weiter zugenommen: Ende 2019 gab es mit 4917 rund 160 mehr als ein Jahr zuvor, berichtete der Geschäftsführer. Die Corona-Pandemie habe sich auf die Einzeljagden nicht ausgewirkt. Bei den größeren Bewegungsjagden, die meist um den 15. Oktober losgingen, müssten dann entsprechende Abstände eingehalten werden.(dpa)

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