Nach Protesten: Vulkaneifelkreis führt Biotonne wieder ein – gegen hohe Extra-Gebühr!

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Ein Mitarbeiter der Abfallwirtschaft schiebt zwei braune Tonnen zum Müllwagen. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

Auf Wunsch etlicher Bürger wird im Vulkaneifelkreis ab Anfang 2021 die Biotonne zusätzlich wieder eingeführt. Wer die zu Beginn dieses Jahres abgeschaffte Tonne vorm Haus zurückhaben wolle, müsse eine Extra-Gebühr von 111,25 Euro pro Jahr an den Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier zahlen, teilte die Sprecherin der Kreisverwaltung in Daun am Dienstag mit. Das neu eingeführte Containersystem, bei dem man Biomüll in Papiertüten sammelt und dann in Sammelcontainern entsorgt, bleibt bestehen.

«Es ist ein Kompromiss», sagte die Sprecherin zu dem Beschluss des Kreistages von Montagabend, die Biotonne wieder anzubieten. Nach Protesten von Bürgern nach der Abschaffung der Tonne hatte es eine Abfrage bei den Gebührenhaushalten gegeben: Knapp 19 Prozent hatten dabei angegeben, sie wollten die Biotonne zurück. Diese würden nun angeschrieben, sagte die Sprecherin. «Wir gehen davon aus, dass die meisten dabei bleiben.»

Die Biotonne war im Vulkaneifelkreis 1994 eingeführt worden. Vor der Umstellung auf das neue Abfallkonzept zum Jahreswechsel hätten rund 43 Prozent eine Biotonne gehabt. Nach dem Ende der Biotonne hatte es im Kreis Widerstand gegeben, die Sammelcontainer waren anfangs häufig überfüllt. In anderen Kreisen der Region Trier gibt es nur das Containersystem für Biomüll. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) über den Beschluss des Kreistags berichte

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