Corona-Sommer: Stadt Trier zieht Freibad-Zwischenbilanz 2020

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TRIER. Wie die Stadt Trier mitteilt, läuft die Freibadsaison in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ganz anders ab als in einem gewöhnlichen Sommer. So verzögerte sich der Start in die Saison im Süd- und Nordbad deutlich: Erst ab 20. Juni war der Besuch dort möglich. Auch die Zahl der Besucherinnen und Besucher in beiden Bädern wurde eingeschränkt. So sind im Südbad maximal 1000 Gäste pro Tag möglich, im Nordbad sind es 600. Gebucht wird das Ticket mit dem gewünschten Zeitfenster online.

Matthias Ulbrich vom Amt für Schulen und Sport stellte in der vergangenen Sitzung des Sportausschusses eine Zwischenbilanz der Freibadsaison 2020 vor. So laufe der Badebetrieb insgesamt reibungslos. Die überwiegende Zahl der Gäste zeige Verständnis für die aktuelle Situation und halte sich an die vorgegebenen Regelungen, bilanzierte er. Zu den Änderungen gehören neben den geschlossenen Attraktionen wie den Rutschen und Sprunganlagen auch eine begrenzte Anzahl von Menschen in den Becken, ein Wegeführungskonzept und geschlossene Warmduschen. Erwartungsgemäß sank die Anzahl der Besucherinnen und Besucher in beiden Bädern im Vergleich zu den Vorjahren deutlich. Stand 18. August zählte das Südbad 26.217 Gäste (2019: 75.548) und das Nordbad 20.387 (2019: 62.427).

Auch die Einnahmen sanken unter Coronabedingungen, was neben dem verspäteten Saisonstart auch mit den begrenzten Besucherzahlen und reduzierten Eintrittspreisen zusammenhängt. Insgesamt liegen sie in beiden Bädern bei derzeit rund 91.000 Euro. Kalkuliert wurde mit 140.000 Euro, wobei die Badesaison auch noch nicht vorbei ist.

1 KOMMENTAR

  1. Ob die, anfangs aus der Theorie, festgelegten Besucherobergrenzen die richtigen waren oder man diese hätte anpassen können, wird man wohl nicht erfahren, da diese mangels Nachfrage scheinbar nie berührt wurden. Viele Kinder haben 2020 hier wie anderswo kein Freibad gesehen, was sehr dramatisch ist.
    Unverständlich und unnötig ist die Reservierung 3 Tage vorher, sowie die festgelegten Zeitfenster. Per IT kann man die Reservierungskapazitäten in fast Echtzeit an die freien Plätze flexibel anpassen und auch per App inkl. Bezahlmodul zur Verfügung stellen. Diese Technik muss nicht neu erfunden werden und gibt es an Besuchermagneten und Ausflugszielen auf der ganzen Welt, auch schon vor Corona. Jetzt bin ich mal gespannt, wann diese starren Regeln wieder aufgehoben oder der Situation und neuen Erkenntnissen angepasst werden. Lasst mich tippen: Diese Jahr nicht mehr!

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