Hinterhältiger Brandangriff bei Zwangsräumung: Haftbefehl gegen 64-Jährigen

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Foto: dpa-Archiv

NEUSTADT/WEINSTRAẞE. Nachdem sich ein Mann mit Brandsätzen gegen eine Zwangsräumung gewehrt hat, hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal Haftbefehl gegen den 64-Jährigen erlassen. Gegen ihn werde nun unter anderem wegen versuchten Mordes und versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt, teilte die Polizei am Freitag mit.

Sechs Menschen zum Teil schwer verletzt

Bei dem Vorfall wurden sechs Menschen zum Teil schwer verletzt, darunter auch der 64-Jährige. Zurzeit befinde sich der Mann noch im Krankenhaus.

Der Polizei zufolge war es am Donnerstag zu dem Zwischenfall in dem Mehrfamilienhaus gekommen, als sich der Hauptbewohner im Dachgeschoss gegen die Zwangsmaßnahme der Stadt gewehrt habe. Dem 64-Jährigen wird nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei vorgeworfen, bei der Zwangsräumung seiner Wohnung zwei städtische Mitarbeiter mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet zu haben. Der Mann setzte anschließend seine Wohnung in Brand.

Mehrere Brandsätze auf Einsatzkräfte geworfen

Er soll zudem mehrere Brandsätze auf das unbesetzte Fahrzeug der städtischen Mitarbeiter und Einsatzkräfte der Feuerwehr geworfen haben. Zwei städtische Mitarbeiter und der Mann selbst wurden dabei laut Polizei schwer verletzt. Zudem seien eine Feuerwehrfrau, ein Mitarbeiter eines privaten Schlüsseldienstes und ein zu Hilfe eilender Nachbar leicht verletzt worden.

Oberbürgermeister Marc Weigel (Freie Wähler) hatte die Tat verurteilt. «Es handelte sich um eine geplante, hinterhältige Tat, wie sie unsere Stadt bisher nicht erlebt hat.» Auf Veranlassung des Amtsgerichts Neustadt sollte zwangsgeräumt werden. Der Mieter wohnt dort seit 2013 und war seit 2019 im erheblichen Mietrückstand. Bei Kontakten mit der Stadt habe der Mann bislang kein aggressives Verhalten gezeigt, teilte die Kommune mit.

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