Corona-Tests: Dreyer fordert Kostenübernahme durch Reisende

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Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Foto: Jörg Halisch/dpa/Archivbild

MAINZ. In der Diskussion um verpflichtende Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten hat sich die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer mittelfristig für eine Kostenübernahme durch die Reisenden ausgesprochen.

Die SPD-Politikerin sagte in der ZDF-Sendung «Maybrit Illner» am Donnerstagabend, sie habe «großes Verständnis» für die derzeit kostenlose Verfahrensweise, weil schnelles Handeln gefordert gewesen sei. «Aber ich finde dezidiert, wir brauchen eine neue Strategie in den Herbst rein, wenn wieder Ferien sind.» Darüber wolle sie bei der Bund-Länder-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der kommenden Woche sprechen.

Die «Volksseele» koche zu Recht, wenn jemand bewusst ins Risikogebiet Mallorca fahre und sich bei der Rückkehr auf Kosten der Allgemeinheit testen lasse, sagte Dreyer. Sie plädiere für Rückkehrer aus solchen Regionen für verpflichtende Quarantäne und selbst bezahlte Tests einige Tage nach Rückkehr. Wer den Test nicht bezahlen wolle, müsse 14 Tage in Quarantäne bleiben.

Seit Anfang August besteht eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus internationalen Risikogebieten. Aktuell können sich die Reisenden kostenlos testen lassen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat diese Regelung wiederholt verteidigt. Sollten die Test kostenpflichtig werden, würden manche Reisende möglicherweise versuchen, sie zu vermeiden, argumentiert der Minister. Vertreter verschiedener Parteien haben sich indes dafür ausgesprochen, Reiserückkehrer aus Risikogebieten zumindest an den Testkosten zu beteiligen.

13 KOMMENTARE

  1. Och Frau Dreyer, ich fahre zwar dieses Jahr nicht in Urlaub. Aber, wenn ich die Zeilen lese, die Reiserückkehrer sollen die Tests bezahlen, habe ich ein Problem. Zuerst werden Reiseziele freigegeben,
    ist der Urlauber vor Ort, macht man diese wieder zum Risikogebiet. Aber, wenn die Regierung Geld locker
    hat für 3 Flugzeuge, dann ist bestimmt noch ein wenig Taschengeld übrig für die Tests. Aber irgendwie muss das Geld ja wieder rein, was unsinnig verplempert wurde.

    • …dachte Sie fahren nicht in den Urlaub. Nur noch langweilig was Sie schreiben…

      Peter 22. August 2020 at 13:27
      Dann fahren wir eben mit dem Auto, vor zwei Wochen in Norditalien waren wir auch mit dem Auto, hockt sich doch keiner 8 Stunden mit ner Maske in den Zug

      • ja der Peter lügt sich seine Phantasiewelt zurecht, wie er sie grade braucht. Ist ein armer, verbitterter Hartzer, der den ganzen Tag alleine vor dem Computer hockt und seinen Selbsthass ins Internet hinaus schreit. Der kann sich all die Lügen, die er den lieben, langen Tag erzählt, schon gar nicht mehr merken…

  2. Wer diese Maßnahmen eingeführt hat, soll auch die Kosten übernehmen. Genauso, die damals 240000 Menschen, die auf Kosten der Regierung zurückgeholt wurden, und dann sich anteilmäßig dran beteiligen durften. Dann hätte jeder zu dieser Zeit selbst entscheiden können auf eigene Kosten, wer zurückfliegt.
    Die Menschen tanzen wie Marionetten nach der Regierung, von anderen Ländern/Einheimischen nichts zu hören bzgl. Einreiseverbot!!

  3. Die Risikogebiete bestimmt nur die deutsche Regierung in Verbindung mit dem RKI. Zudem kann man Diagnosen auch als Differenzial-Diagnosen hinstellen, mit Symptomen, die dem angeblichen Virus ähneln,
    und so fällt man ebenfalls unter die zu testenden Personen incl. Fallzahlen. Und dann soll man noch bezahlen ?

  4. Das Thema Corona wurde von Anfang schlecht durchdacht, theoretisch fast okay, praktisch durchgefallen.
    Sind halt Theoretiker am Werk, wenn mit einem kurzem Einblick in die medizinische Welt. Kenne auch jemand, der früher Briefträger war, und jetzt Pfarrer.
    Deswegen müssen die in die Tasche greifen, die das Ganze ins Rollen brachten.

  5. Oh,Frau Dreyer, nicht auf dem neusten Stand, Hr.Drosten und Hr.Lauterbach wollen die kostenlosen Tests an Flughäfen etc. aufheben, da zu wenig Material und eine Überforderung der Auswertung im Raum steht. Warum dann die Eigenleistung , wenn kein Material zu Verfügung steht. Die Option „Corona “ schlecht eingefädelt.

  6. Ach ja, es stehen ja demnächst wieder Wahlen an und die Dreyer-SPD braucht ein Thema. Was käme da besser gelegen als – nach guter SPD-Tradition – eine kleine, praktische Neid-Debatte loszutreten?
    Während ihr Kollege Scholz die Verschuldung Deutschlands in nur wenigen Wochen auf ein Maß bringt, das alle zaghaften Bemühungen einer geringeren Neuverschuldung systematisch zunichte macht und sich über Generationen lähmend auswirken wird, bringt die billige Populistin Dreyer die „Volksseele“ wegen Pfennigskram „zum Kochen“. Sie stellt sich das wahrscheinlich ungefähr so vor: „Sollen doch die ganzen Bonzen, die mit ihrer 5-köpfigen Familie (aus reiner Boshaftigkeit!) Verwandte im Kosovo besucht haben, zur Kasse gebeten oder 14-tägig eingesperrt werden!“ Dass jeder einzelne unentdeckte Corona-Fall mehr (Folge-)Kosten verursacht als dies unendliche viele Tests schaffen, ist für Frau Dreyer im Wahlkampfmodus zu komplex.
    Zudem: beim debilen „Party-Volk“ auf Malle sieht man, wohin eine sozialdemokratisch durchsetzte „Bildungspolitik“ und allgemeine Vollkaskomentalität schon geführt haben. Die Rechnung für deren Tests sollten eigentlich direkt ans Willy-Brandt-Haus nach Berlin gehen…

  7. Zudem will ja der „nette“ Herr Spahn in die Privatsphäre der Leute eingreifen, was Familienfeiern angeht. So einfach geht das rechtlich garnicht. Diejenigen, die die ganze, unüberlegte Sache ins Rollen brachten, sollen es auch ausbaden.

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