++ „Völlig am Boden“: Städtetag schlägt Alarm – Ende nicht abzusehen ++

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Foto: dpa-Archiv

RLP. Die Lage in dem von der Corona-Krise besonders gebeutelten Städtetourismus hat sich nach Verbandsangaben auch nach den Lockerungen für die heimische Reisebranche vor einem Vierteljahr nicht grundlegend gebessert. «Im März, April und Mai ging gar nichts», sagte der geschäftsführende Direktor des Städtetags Rheinland-Pfalz, Michael Mätzig, der Deutschen Presse-Agentur. Über den Sommer sei nun festzustellen, dass individuelle Reisen inzwischen gut liefen und die Städte voll seien. «Aber bei Gruppen-, Bus- und Schiffsreisen tut sich nach wie vor viel zu wenig. Und aus den für uns wichtigen Märkten USA und Asien kommen so gut wie keine Gäste.»

Nach seinen Angaben geben Tagestouristen laut Studien im Schnitt 35 Euro pro Tag und Person aus, Übernachtungsgäste dagegen 120 Euro. «Dieses Geld, diese Differenz, fehlt, und das ist beträchtlich». Es gebe zwar eine leichte Erholung im Städtetourismus, «aber wir sind bei Übernachtungs- und Tagesgästen nur bei 50 Prozent eines normalen Jahres», berichtet er.

«Völlig am Boden» liegt nach Mätzigs Worten der Geschäftstourismus. «Und der Bereich Kulturveranstaltungen und Feste läuft wegen der vielen coronabedingten Auflagen katastrophal.» Ein Ende dieser Situation sei noch nicht abzusehen.

Derzeit liefen «bei 30 Grad im Schatten» bereits die Planungen für die Weihnachtsmärkte, die «extrem wichtig» für Städtetourismus und Einzelhandel seien, berichtet er weiter. Es gebe dazu auch Gespräche mit der Landesregierung. «Wenn die Städte diese Möglichkeit nicht bekommen, wird das richtig bitter für die Geschäfte und die Kleingewerbetreibenden», warnt er. Weihnachtsmärkte könnten beispielsweise in vielen Städten über eine größere Fläche verteilt werden, um Besucherströme auseinander zu lenken.

Mätzig rief die Landesregierung zudem zu einer Lockerung der Regel auf, in Geschäften nur eine Person pro zehn Quadratmeter zuzulassen. «Diese beiden Forderungen haben wir», sagte der Städtetagsdirektor. «Aber wenn die Infektionszahlen jetzt weiter hochgehen ist natürlich klar, dass der Schutz der Gesundheit vorgeht.» (dpa)

3 KOMMENTARE

  1. Ich hinterfrage aber auch mal:“ Hat der Einzelhandel sich nicht über Jahrzehnte die Hände gerieben, war zu teuer und der Kunde will nicht mehr?“ Auch frage ich:“ Werden Autofahrer nicht genug gegängelt, von meist links/ grüner Politik, so dass viele einfach keine Lust mehr auf die Stadt haben?“ Wer bitte fährt denn noch extra aus Bitburg oder Merzig nach Trier, tut sich das an, vorbei an Radarkontrollen, den Berg runter ewiger Stau, ins Parkhaus ( sehr teuer), bei Amazon bekomme ich das doch bequemer, jetzt soll noch eine Brücke gesperrt werden?“ In Trier Demo hier Demo da, nervt dazu, FahrradRambos überall ( man ist mit einem Bein ruckzuck im Knast wegen denen) . NEE das tue ich mir nicht an

    • Finde ich auch, was sehr schade ist für die schöne Innenstadt. Teilweise hat man das Gefühl das manche Läden ihr Sortiment seit den 70ern nicht mehr überarbeitet haben. Aber ein Fresstempel am nächsten aufgereiht, Döner, Pizza, Pommes das hat so ein kleinwenig den Charakter von Jahrmarkt. Von der Parkmöglichkeiten und der P+R Situation hinkt Trier leider auch ein wenig der Zeit hinterher.

  2. Trier, meine Heimat, hier bin ich geboren, was ist aus Dir geworden? ich wohne noch hier, wie lange noch?Studenten bestimmen Dein Geschehen, nicht mehr wir, Deine Kinder, Du meine Stadt. Bitte fange Dich mal, werde wieder erwachsen, wie Du es mal warst und schnösel Doch nicht immer nur rum.. Selbst ein Globus ist für Dich zuviel, wo ist Dein Stolz, deine Grösse, Du bist doch eine Grossstadt oder? Dummer Backfisch klebt sich mit Sekundenkleber an die Fenster Deiner Geschäftswelt, bitte wehre Dich, meine Heimatstadt. Ich will hier nicht mehr Leben.

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