Dreyer fordert „schnellstmögliche Aufhebung“ von Luxemburg als Risikogebiet

Nach Außenminister Asselborn sieht auch Ministerpräsidentin Dreyer keine Grundlage mehr für eine Einstufung Luxemburgs als Corona-Risikogebiet. Die Bundesregierung solle schnell reagieren.

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Teststation Markusberg - Foto: Steil TV

MAINZ/LUXEMBURG. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Bundesregierung aufgefordert, die Einstufung Luxemburgs als Corona-Risikogebiet «schnellstmöglich aufzuheben». «Es ist sehr erfreulich, dass nach den neuesten epidemiologischen Statistiken die Infektionszahlen in Luxemburg stark rückläufig sind und damit die Tendenz der letzten Wochen bestätigen», sagte Dreyer am Montag in Mainz laut Mitteilung.

Einstufung schnellstmöglich aufheben

«Angesichts dieser positiven Entwicklung sollte die Bundesregierung die Situation im Großherzogtum nicht nur beobachten, sondern die Einstufung als Risikogebiet im Lichte der aktuellen Zahlen schnellstmöglich aufheben.» Sie habe dazu mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) telefoniert. Eine Überprüfung des Status könne noch diese Woche erfolgen.

Keine Grundlage für Einstufung

Luxemburg sieht auch keine Grundlage mehr für eine Einstufung als Corona-Risikogebiet durch deutsche Behörden. Nach neusten epidemiologischen Zahlen seien die Sars-CoV-2-Neuinfektionen stark rückläufig, hatte Außenminister Jean Asselborn am Donnerstagabend gesagt. Mit 47,44 ansässigen Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner über den Zeitraum vom 3. bis zum 9. August sei die von deutschen Behörden festgelegte Marke von 50 Fällen deutlich unterschritten.

Mitte Juli war Luxemburg vom Robert Koch-Institut (RKI) zum Corona-Risikogebiet erklärt worden, nachdem es die Schwelle von 50 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen deutlich überschritten hatte. Luxemburg hatte sich von Anfang an gegen diese Einstufung gewehrt: Die hohen Zahlen hingen unter anderem damit zusammen, dass Luxemburg flächendeckend und mehr als andere Länder teste – und dabei auch Grenzgänger miteinbeziehe.

Enge Verbundenheit zu Luxemburg

Dreyer sagte: «Als Land mit langen Außengrenzen zu mehreren europäischen Nachbarstaaten sind wir insbesondere mit Luxemburg eng verbunden. Allein zur Arbeit pendeln täglich rund 40 000 Menschen aus unserem Land über die Grenzen.» Die Ausweisung von Luxemburg als Risikogebiet habe dabei erneut «massive Auswirkungen» gehabt. Die Einstufung als Risikogebiet aufzuheben sei für die Bürger sowie den freien Waren – und Dienstleistungsverkehr in der Grenzregion sehr wichtig.

6 KOMMENTARE

  1. Nur Deutschland hat ja auch Mallorca als Risikogebiet erklärt, viele Existenzen stehen auf dem Spiel .Tui kritisiert die Regierung. Ebenso der Deutsche Kurier. Alles grenzt schon an Vernichtung. Und durch unsinnige Dinge viel Geld verplempert. Es sieht auch aus, als löse man für gewisse Leute die Partymeilen auf,

  2. Selbst ein Tester von einer Station in Bayern ist positiv, also was soll der ganze Schwachsinn. Leider wurde Professor Bhakti mundtot gemacht, sonst wäre alles nicht diese Schiene gefahren.

  3. Wenn ich das auf dem Schild lese, von 8-22 Uhr Teststation, frag ich mich sowieso, was der ganze Quatsch soll. Wenn ein Herr Spahn und der Rest das will, sollen die sich 24 h dort hinsetzen und testen, unsinniges Geld verplempert. Genauso, wie es auf dem Flughafen Berlin zuging, keine Stelle war mehr besetzt bzw. Defizite vom Personal/Passagieren dort. Glaube sowieso nicht an den ganzen Hokuspokus. Wenn, dann müssten alle Länder an einem Seil ziehen, wenn es gut durchdacht gewesen wäre.

  4. Warum ist die Aufhebung nicht schon Geschichte. Jetzt kommen erst Forderungen danach. Wie arm ist das denn? Als die angeblich hohen Zahlen, die nie hinterfragt wurden was da alles drin steckt, aufkamen, da war es schnell Risikogebiet. Nun sind die Zahlen bekanntlich schon längst niedrig, da muss man die Herrschaften erst aufwecken um das rückgängig zu machen?

  5. wenn ich auf Deutschland, 30 Neuinfektionen am Dienstag, in Luxemburg hochrechne komme ich auf ca.4100 und bin somit dankbar, dass unsere Regierung uns schützt. Luxemburg ist mit ca. 600 000 Einw. lange nicht so wichtig,aus Berliner Sicht, wie manche glauben. Ich habe nichts gegen Luxemburg. Lasst Doch mal die Kirche im Dorf.

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