Keine Fortschritte in Ferien – Lehrergewerkschaft will mehr Tempo bei Digitalisierung

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Die Digitalisierung an Schulen in Rheinland-Pfalz kommt aus Sicht der Lehrergewerkschaft VBE nur schleppend voran.

«Während der Sommerferien gab es keine Fortschritte, Gelder sind nicht geflossen», sagte Lars Lamowski, stellvertretender Landesvorsitzender des Lehrerverbands VBE Rheinland-Pfalz. An seiner Grundschule, der Michaelschule in Kirchen (Sieg) im Landkreis Altenkirchen, habe ein Testlauf mit einem Livestream vor den Ferien gut funktioniert. Die Kinder hätten so im Falle einer teilweisen Schulschließung von zu Hause mitarbeiten können.

Allerdings fehle es an der nötigen Internet-Bandbreite und entsprechenden Geräten wie Laptops und Kameras sowie einem organisierten Technik-Support. Sollten Klassen jetzt nach Hause geschickt werden müssen, bekämen sie Wochenpläne zum Abarbeiten – digitales Lernen oder Fernunterricht per Videoschalte seien nicht realisierbar.

Das Kollegium sei an der Michaelschule derzeit vollzählig, berichtet der Schulleiter. «Spannend wird es, wenn die ersten Kollegen Erkältungssymptome zeigen», meinte Lamowski. Dann müssten die Lehrer laut aktueller Verordnung zu Hause bleiben und sich testen lassen. Nötig sei mehr Personal, um solche Situation aufzufangen. «Und das in Zeiten des ohnehin schon eklatanten Lehrkräftemangels», bemängelte Lamowski. Bis heute wisse er darüber hinaus nicht, wie künftig der Sport- und Musikunterricht ablaufen soll. Es gebe hierzu noch immer keine expliziten Regelungen des Ministeriums.​

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