Trockenheit verursacht große Probleme – Schlechte Heuernte erwartet

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Foto: dpa-Archiv

KOBLENZ. Trockene Böden und verdorrte Wiesen bereiten den Bauern und Winzern in Rheinland-Pfalz zunehmend Sorge. Im dritten Jahr in Folge gibt es nach Angaben des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd ein erhebliches Wasserdefizit. Die Regenfälle waren zudem sehr unterschiedlich verteilt. Die Folge: Eine leicht unterdurchschnittliche Getreideernte und stark schwankende Erträge.

«Da sind wir noch mit einem blauen Auge davongekommen. Beim Anbau von Futter sind viele Landwirte aber regelrecht verzweifelt», sagte Herbert Netter vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau. 89 Prozent der Viehhalter seien im Norden von Rheinland-Pfalz ansässig. Bei der Heuernte rechnen die Bauern mit lediglich 20 bis 30 Prozent des üblichen Jahresertrags. Auch die Reserven seien aufgebraucht.

«Viele Bauern stehen nun vor der Entscheidung, einige Tiere zum Schlachter zu bringen oder Futter nachzukaufen. Beides führt zu großen wirtschaftlichen Einbußen», sagte Verbandssprecher Netter. Dadurch seien auch keine Investitionen mehr möglich. Bei vielen lägen die Nerven blank.

Der Regen der vergangenen Tage bringt nach Angaben des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd zwar eine kurze Entlastung für Herbstkulturen wie Zuckerrüben, Mais und Kartoffeln. Um die Flächen zu regenerieren, brauche es aber mehr als einen Regentag. Auch Gewitter helfen den Landwirten nicht weiter. Die ausgetrockneten Böden können die Wassermassen gar nicht aufnehmen. Ein Großteil fließe oberirdisch ab. Für einen nachhaltigen Effekt werde ein ruhiger, langanhaltender und flächendeckender Landregen benötigt.

Auch die Winzer im Land würden sich laut Verbandssprecher Andreas Köhr vor dem Start der Hauptweinlese noch einmal über Regen freuen. Das könnte die jungen, noch nicht so tief wurzelnden Weinreben vor Trockenschäden bewahren.

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