Masken, Abstand & Co. – kommen jetzt die Knallhart-Strafen im Saarland?

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Beamte der Bundespolizei und Mitarbeiter der DB Sicherheit stehen in einem IC und kontrollieren, ob die coronabedingte Maskenpflicht eingehalten wird. Foto: dpa/Annette Riedl

Saarbrücken (dpa/lrs) Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) schließt höhere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Vorschriften für Abstand, Hygiene und Maskenpflicht nicht aus.

«Insbesondere die Wirkung von Abstand und Alltagsmasken beruht auf Gegenseitigkeit – dafür müssen alle mitziehen», sagte Hans in Saarbrücken der Deutschen Presse-Agentur. Entscheidend sei die Akzeptanz der Bevölkerung. «Wenn die Appelle aber keine Früchte tragen, müssen wir sicherlich auch die Diskussion über höhere Strafen führen.» Bei möglichen Strafen im Zusammenhang mit den Corona-Vorschriften gehe es auch um «eine Frage der Gerechtigkeit all jenen gegenüber, die diese Maßnahmen mittragen». «Sanktionen sollten allerdings immer das letzte Mittel sein», sagte der Ministerpräsident. Im Saarland sei die Disziplin weiterhin hoch. Die Mehrheit der Menschen handele «sehr verantwortungsvoll»: «Gleichzeitig darf die Nachlässigkeit einiger weniger nicht die Erfolge gefährden, die wir beim Eindämmen der Pandemie erzielt haben.»

Zu der in Paris an zahlreichen öffentlichen Orten angeordneten Maskenpflicht im Freien sagte Hans, eine solche Maßnahme könne «sicherlich eine Hilfe in Situationen sein, in denen sich viele Menschen zu nahe kommen». Deswegen gebe es im Saarland schon eine Maskenpflicht auf Wochenmärkten. «Für eine generelle flächendeckende Maskenpflicht auf Straßen sehe ich aktuell allerdings keine Veranlassung.»

Hans sagte, eine Maskenpflicht im Schulunterricht sei nach dem Ende der Sommerferien aktuell «nicht vorgesehen». Der Ministerpräsident fügte hinzu: «Wir beobachten das Infektionsgeschehen aber sehr genau und können nicht ausschließen, dass je nach Verlauf einzelne Maßnahmen verschärft werden müssen.» Die Schüler hätten ein Recht auf bestmöglichen Unterricht und auf soziales Miteinander, für berufstätige Eltern sei die Betreuung der Kinder essenziell.

Man müsse aber auch in den kommenden Wochen und Monaten «mit neuen Corona-Infektions-Herden rechnen, die sich dann auch auf das schulische Umfeld auswirken können». Bei einzelnen Infektionen müsse aber «nicht gleich die ganze Schule dichtgemacht werden». Das neue Schuljahr beginnt im Saarland am 17. August. Nach derzeitigem Plan müssen Schüler die Maske im Schulgebäude auf Fluren und im Foyer tragen, aber nicht im Klassenraum.

Oberstes Ziel bleibe es, die Corona-Pandemie im Griff zu behalten und eine Überlastung des Gesundheitswesens zu vermeiden. «Dazu kann es unter Umständen auch nötig sein, den Menschen kleinere Einschränkungen abzuverlangen, um größere und schwerwiegendere Folgen für alle zu verhindern.» Hans betonte: «Corona ist nicht vorbei und es kommt auf jede und jeden Einzelnen an, damit die Situation nicht außer Kontrolle gerät.» (dpa)

7 KOMMENTARE

  1. Die angebliche Coronawelle dauert noch bis ins nächste Jahr, vllt. auch länger, wie diese Gesellschaft es wünscht. Mit Masken im Unterricht, ist nicht der Knaller, die stehende Luft oder das Ausblühen von Neubauten,
    schädigt zudem die Luftzirkulation der Lunge. Es wird mehr Schaden angerichtet, wie es im normalen Leben war. Komisch, das von anderen Ländern kaum mehr eine Rede ist.

  2. Och, das arme Gesundheitswesen incl. dem System. Habe selbst ca. 20 Jahre dort gearbeitet. Zu wenig Personal, wie in Altenheimen und Krankenhäuser, Reha Einrichtungen. Da hat doch keiner mehr Lust, ohne
    ein Lockmittel in Euro hin arbeiten zu gehen. Hr. Spahn schwingt, wie andere große Reden und Versprechungen, und, was kommt raus, heiße Luft. Keiner macht sich Gedanken, aus welchem Material Schulen gebaut worden sind, vllt. noch Nachtspeicheröfen. Zudem ist die Luftzirkulation in Gebäuden allgemein nicht gewährleistet, wie damals in meinem Berufsleben im stat. Rahmen.

      • Sorry, ich weiss, manchmal schlag ich über die Stränge, aber seit es an der Uni nur Onlinekurse gibt qualm ich zuviel von dem Zeugs. Meine Freundin hat auch die Schnauze voll von mir, da bleibt mir nur das Gras und der Alk.

        • Ach, geht uns doch allen so! ich bin ja ehrlich gesagt viel zu faul zum arbeiten, deswegen hänge ich den ganzen Tag im Internet ab und hetze gegen Ausländer. Mir ist halt so langweilig! Natürlich anonym, das macht am meisten Spaß! denn ich bin wirklich ein totaler Verlierertyp und wenn die Leute meine hässliche Visage sehen würden, dann würden sie mich ja auslachen! so nehmen mich wenigstens ein paar Idioten im Internet ernst und reden mit mir – im wahren Leben hat das schon lange keiner mehr gemacht 🙁

  3. Und noch ein Minister dem der heiße Sommer aufs Kerbholz schlägt. Drehen denn alle nur noch vollends durch. Schnauze voll bis obenhin mit diesem Kasperltheater und Schwachsinn hoch zehn. Die vielen Demos und Proteste der letzten Zeit zeigen mehr denn je was die Leute von so einem Geschwafel halten, nämlich gar nix.

  4. Durch diese Maßnahmen wollen gewisse Leute die Zahlen hochschnellen lassen, indem man das Immunsystem schwächt, incl. dem Stress, der damit verbunden ist. Wenn die wüssten, wie in manchen Krankenhäuser/Seniorenheimen gearbeitet wird. Haben leider keine Praxiserfahrung, rein Theoretiker.

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