Im Religionsunterricht: Kirche ist out – jeder Fünfte ohne Kirchenzugehörigkeit

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Friso Gentsch// dpa

Jeder fünfte Jugendliche in Rheinland-Pfalz nimmt an einem konfessionellen Religionsunterricht teil, ohne der jeweiligen Kirche anzugehören.

Im evangelischen Religionsunterricht trifft dies auf 25,0 Prozent der Schülerinnen und Schüler zu, im katholischen Religionsunterricht auf 16,2 Prozent, wie aus der Antwort des Bildungsministeriums auf eine Landtagsanfrage des Grünen-Abgeordneten Daniel Köbler hervorgeht.

Im vergangenen Schuljahr 2019/20 besuchten rund 195 000 Kinder und Jugendliche den katholischen und 160 000 den evangelischen Religionsunterricht. 123 100 nahmen am Ethikunterricht teil. Nach der Landesverfassung ist der Ethikunterricht für alle Schülerinnen und Schüler gedacht, die nicht am konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen. Die Teilnehmerzahl am Ethikunterricht stieg in den vergangenen drei Schuljahren um 10,8 Prozent, während der Besuch des konfessionellen Religionsunterrichts zurückging.

Die Landesvertretung der Schülerinnen und Schüler (LSV) in Rheinland-Pfalz fordert die Abschaffung des konfessionellen Religionsunterrichts und eine Änderung der Landesverfassung. Die LSV tritt dafür ein, den bisherigen Religions- oder Ethikunterricht durch ein Fach zu ersetzen, das über verschiedene Religionen, Weltanschauungen und Kritik an Religion informiert und den Jugendlichen «fundierte, aber auch reflektierte Möglichkeiten der eigenen Glaubensfindung» bietet. In einem solchen Unterricht könnten Schülerinnen und Schüler dann auch ihre eigenen Glaubensüberzeugungen vorste

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