Gefährliches Schwimmen: Schon mindestens sieben Badetote in Rheinland-Pfalz

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Seenotretter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) fahren in einem Schnellboot. Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild

In diesem Jahr sind in Rheinland-Pfalz bislang mindestens sieben Menschen ertrunken. Im vergangenen Jahr seien es bis Ende Juli fünf Badetote gewesen, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mit. Deutschlandweit ging die Zahl der Badetoten zurück, und zwar um 63 auf 192 Menschen. Die meisten Todesopfer waren auch dieses Jahr Männer.

«Besonders betroffen sind junge Männer, zurückzuführen ist das auf Selbstüberschätzung, Alkoholkonsum und Gruppenzwang. Sie wollen sich beweisen», sagte ein Sprecher der DLRG in Lehnen. Die Corona-Pandemie sorge allerdings dafür, dass aus Angst vor Ansteckung weniger Menschen zum Baden gingen. Nichtsdestotrotz verleite die Hitze die Menschen dazu, sich in Gewässern abkühlen zu wollen. «Dabei unterschätzen sie die Gefahren», meinte der Sprecher.

Flüsse wie der Rhein und die Mosel seien nicht für das Baden geeignet. Die Fahrrinnen für den Schiffsverkehr seien sehr tief, hinzu kämen die Strömung, die hohe Sogwirkung von vorbeifahrenden Schiffen, das trübe Wasser und nicht sichtbare Hindernisse wie große Steine.

Insgesamt waren im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz neun Menschen beim Baden ertrunken und damit so wenige wie noch nie in den vorangegangenen 20 Jahren. Im Jahr 2018 waren es bei langem hochsommerlichem Wetter 22 Todesopfer gewesen.

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