Musikalisch – Trier testet vernetzte Solarmülleimer die sich mit Applaus/Musik bedanken

17
Einer der neuen Behälter wird an der Aussichtsplattform in der Sickingenstraße getestet, der andere an der Ecke Simeonstraße/Glockenstraße

Bildquelle: Stadt Trier

TRIER. Wie die Stadt Trier mitteilt, testet diese seit Anfang August zwei neue Mülleimer, die den darin enthaltenen Müll pressen, per Solarenergie betrieben werden und ihren Füllstand übers Internet an die Stadtreinigung melden. Außerdem bedanken sich die Mülleimer noch mit Applaus oder Musik bei den Einwerfenden.

Initiator der Idee war Oberbürgermeister Wolfram Leibe, der ähnliche Mülleimer in der Trierer Partnerstadt Fort Worth gesehen hatte. Das Trierer Stadtreinigungsamt testet nun für ein Jahr zwei solargetriebene Kompressionsbehälter für Kleinabfälle, die in den Niederlanden produziert und von der Mainzer Firma Zöller-Kipper in Deutschland vertrieben werden. Standorte sind die Aussichtsplattform in der Sickingenstraße sowie die Ecke Glockenstraße/Simeonstraße. Bernd Steil, Leiter der Stadtreinigung: „Beides sind sehr belebte Standorte mit hohem Müllaufkommen. Gerade beim Standort in der Innenstadt mit vielen Imbissen in der Nähe bleibt sehr viel Müll zurück.“ Die Kompressionsbehälter haben aus Sicht der Stadtreinigung mehrere Vorteile: Sie sind geschlossen, locken also weniger Wespen an und halten Gerüche zurück. Der darin enthaltene Müll wird – betrieben über die Solarzellen an der Oberseite – auf bis zu 20 Prozent seines Volumens gepresst. Dadurch muss die im Inneren des Müllereimers enthaltene 120-Liter-Tonne wesentlich seltener entleert werden als die freistehenden oder hängenden Müllbehälter. Beim Standort Sickingenstraße gibt es derzeit täglich eine Leerung. Die Stadtreinigung geht davon aus, den neuen Behälter nur noch einmal in der Woche leeren zu müssen. Die Klappe des Müllbehälters lässt sich per Hand oder mit einer Fußtaste betätigen. Außerdem sind Behälter vernetzt und informieren die Stadtreinigung per Email über den Füllstand beziehungsweise die nötige Leerung. Der auf ein Jahr angesetzte Test soll zeigen, ob sich die Beschaffungskosten von 6500 Euro pro Behälter durch die Vorteile der Behälter wirtschaftlich darstellen lassen.

Als besonderen Gag enthält der Kompressionsbehälter übrigens noch eine Funktion, durch die nach dem Betätigen der Fußtaste ein Sound abgespielt wird. Wer seinen Müll in den Eimer wirft, bekommt deshalb beispielsweise Applaus zu hören oder ein kurzes „Hallelujah“. Die Stadt prüft noch, ob sich hier auch ein echt Trierisches „Sauwer!“ einbinden lässt.

(Quelle: Stadt Trier)

17 KOMMENTARE

  1. Endlich wird das Geld mal für etwas „sinnvolles“ ausgegeben … welche Stadt braucht schon ordentliche Radwege bzw. Fußwege etc.

  2. Nach Fort Worth ist er ja vermutlich wie die Dreyer im Rahmen einer vom Bürger bezahlten Bildungsreise, lol.
    Und was ist wenn ein Armer, der Pfandflaschen sammelt, hängen bleibt? Dann wird er in den Mülleimer reingezogen, hat die Möglichkeit, sich entweder den Arm abzutrennen oder bei den Temperaturen kläglich zu verdursten, während die Mülleimerfliegen um seinen Kopf surren.
    Daran hat er wieder nicht gedacht, der Leibe.
    Unglaublich, was für ein Schwachsinn, dafür ist Geld da.

  3. Eine pleitestadt auf dem weg zur hölle!
    Oder ein käfig voller narren!
    Man könnte lachen wenn es nicht zum weinen wäre😂😭

  4. Was um Himmels Willen hat der Lange denn geraucht?
    Es wird immer doller hier, auch Trier schafft sich ab! (I like Thilo!).

  5. Super, am besten noch einen der singenden Mülltonnen an die Ecke Eberhardstrasse/Weidegasse stellen, dem Plätzchen, dem die Stadt jetzt mit Fertigteilen aus Beton den Garaus gemacht hat. Der kann dann das Lied vom Garten des Grauens anstimmen und direkt danach zur Pleitearie übergehen. Wer sitzt den da im Finanzausschuss?

  6. wie schon des Öfteren erwähnt sind wohl alle coronaverseucht und das greift wohl eher das Hirn anstatt die Lunge an

  7. Ich schlage vor, dass die Mülltonnen mit den stylischen Trinkbrunnen vom letzten Jahr kombiniert werden. Bei jedem „Halleluja“ schießt dann eine Fontäne in den Himmel, Abends sogar mehrfarbig beleuchtet.

  8. Jetzt brauchen wir nur noch in den Trierer Krankenhäusern Urinflaschen auf denen man Panflöte spielen kann, damit die Patienten nicht so einsam und traurig sind, dann gehts mit der nachhaltigsten STadt Deutschlands munter weiter.

    Kann mir vorstellen dass die solarpaneele der mülleimer schnell verdrecken oder einfach geklaut werden, da kann man sicher auch sein notebook oder was immer damit antreiben? und was ist wenn keine Sonne ist, gibts dann keine Musik?

  9. Die Stadt Trier würde das Geld besser in ihre maroden Schulen oder Straßen investieren. Im MPG kann in manchen Klassenzimmern noch nicht mal mehr ein Fenster geöffnet werden. Diese sind mit Winkeleisen festgeschraubt. Erbärmlich! Aber vielleicht ändert sich das wenn Kinder oder Enkelkinder von Herrn Leibe die Schule besuchen. Ebenso die Straßen in Trier. Jeder Feldweg ist in einem besseren Zustand!

  10. man sollte die Mülleimer mit Kühlakkus ausstatten,
    wird eine Pulle entnommen, ertönt das Lied :
    “ Schnaps das war sein letztes Wort, dann trugen ihn die Englein fort“

  11. Schade das man hier keine Fotos einfügen kann. Ich ärgere mich jeden Tag darüber wie es an der Mosel aussieht. Ab der Kyll auch ganz schlimm. Leute ich gehe auch gern in die Sonne ans Wasser, bei der Hitze kann man es echt am besten aushalten. Aber ich nehm meinen Müll jedesmal wieder mit, bitte macht das auch. Habe auch schon öfter Müll von anderen aufgespielt oder verbrannt. Ist echt uncool alles in der Natur zu hinterlassen. Jeder ist doch selbst such froh wenn er es nicht zugemüllt vorfindet. Bitte räumt auf- oft ist der nächste Mülleimer nicht weit entfernt.

  12. Typisch Trier, unnötigen Tinnef anschaffen der nach einem Jahr nicht mehr funktioniert, weil die Reparaturen zu teuer sind, ob jetzt die Leute ihren Müll neben einen klassischen Abfalleimer werfen oder neben diese Musikboxen das macht keinen Unterschied.
    Das ist typisch Trier, das Wesentliche hat man nicht auf dem Schirm aber auffallen möchte man.

  13. Herrschaften,

    habe mir das Teil heute Vormittag mal Live angeschaut. Eins kann ich sagen und /oder mutmassen.
    Die Stadt Trier hat wohl schon „Feuer“ bekommen wegen des HALLELUJA Gesanges. Wenn man jetzt was reinwirft bekommt man ein Geräusch vorgespielt, als wenn man eine Toilettenspülung betätigt hat….
    Ich persönlich hätte es ja quant gefunden wenn den Helm da „Sauwa Saach“ draufgequatscht hätte. Wäre passend zum Einsatz der Mülltone gewesen und man hätte auch noch der Heimatsprache Tribut gezollt……

    Aber nun gut. Denke, wir haben Wichtigeres in Trier zu erledigen als solche Teile zu betreiben.

    Anyway, bleiben Sie gesund !

  14. Wie die Praxis schon gezeigt hat, funktioniert die Presse und somit die Mülltonne nur bei genügend Sonneneinstrahlung. Also unter Bäumen und im Winter bei starker Bewölkung wird es schwierig.
    Des weiteren möchte ich die Tonnen nach einer Woche nicht leeren, wenn die gepressten Kottüten und Essensreste im Sommer gekocht wurden. Auch sind die Anschaffungskosten zu hoch und werden an anderen Stellen dringender gebraucht.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.