Corona-Krise trifft Kfz-Branche in Rheinland-Pfalz hart – nur Krafträder steigern Umsatz

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Symbolbild // dpa

RLP. In Rheinland-Pfalz wurden wegen der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr deutlich weniger Autos neu zugelassen als im Vorjahr. Von Januar bis Juni zählte das Statistische Landesamt insgesamt 46 589 Neuzulassungen. Im selben Zeitraum 2019 waren es demnach noch 71 050 gewesen. Damit ist die Zahl der neu zugelassenen Autos um mehr als ein Drittel zurückgegangen.

«Die Entwicklung dürfte maßgeblich durch die Corona-Pandemie beeinflusst sein», teilte das Statistische Landesamt am Dienstag mit. Vor allem seit dem Beginn der Beschränkungen im März verzeichne man einen starken Rückgang bei den Neuzulassungen.

Auch die Zahl der neu zugelassen Lastwagen sank in den ersten sechs Monaten des Jahres laut Landesamt um 27,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Nur bei den Krafträdern stieg die Zahl der Neuzulassungen um rund 8 Prozent. Auch der Anteil der Autos mit alternativen Antrieben ist laut Mitteilung erneut gewachsen. Im ersten Halbjahr 2020 hätten diese mit rund 17 Prozent erstmals mehr als zehn Prozent der Neuzulassungen ausgemacht.

Währenddessen bekommt auch der Kfz-Handel die Corona-Pandemie zu spüren. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, verringerte sich der Umsatz der Branche im Mai 2020 um rund 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Betroffen seien sowohl der Handel als auch die Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen.

Die Zahl der Beschäftigten stieg hingegen leicht an. Im Mai 2020 waren 0,3 Prozent mehr Menschen im Kfz-Handel angestellt als im Mai 2019. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres sanken die Umsätze des rheinland-pfälzischen Kfz-Handels gegenüber dem Vorjahreszeitraum real um 15 Prozent. Reale Umsätze sind um Preisveränderungen bereinigt. Nominal, also ohne Preisbereinigung, verzeichnete die Branche ein Umsatzminus von 14 Prozent

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