SGD Nord: Fast 200.000 Euro für den Naturschutz im Landkreis Bernkastel-Wittlich

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Mit einem leichten Traktor wurden die feuchten Borstgrasrasen am Moorrand im Oberluderbruch gemäht, um auf lange Sicht das Nahrungsangebot für den Hochmoor-Perlmutterfalter zu verbessern. Foto: Margret Scholtes

WITTLICH/MORBACH. Die Natur stellt einen wertvollen Schatz für uns dar. Doch viele Tier- und Pflanzenarten sind bedroht – auch im nördlichen Rheinland-Pfalz. Der Klimawandel, der Wegfall ehemals landwirtschaftlich genutzter Flächen, die Umweltverschmutzung, die Ausweitung menschlicher Lebensräume… Die Liste der Gründe für den Rückgang mancher Arten ist lang.

Umso wichtiger ist es, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. „Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord hat dabei als Obere Naturschutzbehörde eine wichtige Rolle, denn sie begleitet viele Projekte nicht nur fachlich, sie hilft auch dabei, diese finanziell umzusetzen“, erklärt Dr. Ulrich Kleemann, der Präsident der SGD Nord. So auch im Kreis Bernkastel-Wittlich.

Im vergangenen Jahr 2019 sind durch die SGD Nord und im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Fördermittel in Höhe von rund 194.000 Euro für Naturschutzmaßnahmen im Landkreis Bernkastel-Wittlich ausgezahlt worden. „Durch die vielseitigen Maßnahmen tragen wir zum Erhalt von Ökosystemen bei und stellen sogar einzelne Lebensräume wieder her“, so Kleemann.

Im Naturschutzgebiet „Hangbrücher bei Morbach“ steckt man viel Arbeit in den Erhalt und die Entwicklung der dort zu findenden, natürlich ausgebildeten Moore (Hangbrücher). Durch einen leichten Traktor mit Messerbalkenmäher wurden im Teilgebiet Oberluderbach etwa feuchte Borstgrasrasen am Moorrand gemäht und anschließend abgeräumt. „In diesem Bereich befindet sich das Nahrungsbiotop des seltenen Hochmoor-Perlmutterfalters“, erklärt SGD-Nord-Vizepräsidentin Nicole Morsblech, die auch der Abteilung Raumordnung, Naturschutz und Bauaufsicht vorsteht. „Ziel ist es, dem Falter dauerhaft genügend Nahrungspflanzen zur Verfügung zu stellen, damit er dort überleben kann.“

An den Wiesen an der Burg Baldenau wurden darüber hinaus Arnikapflanzen gepflanzt, um den zurückgegangenen Bestand in den typischen Biotopen der Pflanze zu verbessern und um damit einen Beitrag dazu zu leisten, dass der Artenreichtum der Region erhalten bleibt.

Zusätzlich zu den erwähnten 194.000 Euro flossen auch noch Fördergelder in die Naturparks Saar-Hunsrück und Vulkaneifel, die auch auf dem Gebiet des Landkreises liegen. 2019 waren es zusammen rund 252.000 Euro.

Weiter Infos unter: www.sgdnord.rlp.de

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