Um ein Viertel eingebrochen: Exportunternehmen in RLP im Bann der Corona-Krise

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Foto: dpa-Archiv

BAD EMS. Die Exporte von rheinland-pfälzischen Unternehmen sind im Mai den zweiten Monat in Folge um ein Viertel eingebrochen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes vom Dienstag belief sich der Wert der Ausfuhren auf 3,54 Milliarden Euro – das sind wie schon im April 24,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

In ganz Deutschland betrug das Exportminus im Mai 30 Prozent. Auch der Wert der Einfuhren ging im Zeichen der Corona-Krise drastisch zurück, um 29,6 Prozent auf 2,61 Milliarden Euro – deutschlandweit waren es minus 22 Prozent.

Besonders kräftige Einbußen gab es im Mai bei Exporten in Länder, die von der Corona-Pandemie stark betroffen waren: Lieferungen nach Großbritannien gingen im Jahresvergleich um 44 Prozent zurück, nach Spanien waren es minus 43 Prozent und nach Italien minus 31 Prozent. Die Exporte nach Frankreich, dem größten EU-Außenhandelspartner von Rheinland-Pfalz, sanken um 29 Prozent. Hingegen blieb der Wert der in die USA und andere amerikanische Staaten exportierten Waren im Vergleich zum Vorjahr mit 617 Millionen Euro nahezu stabil (minus 0,1 Prozent).

Betrachtet man einzelne Branchen, so schlug der Rückgang der Exporte von Autos und Kfz-Teilen mit minus 51 Prozent am stärksten zu Buche. Der Export von Metallen ging um 35 Prozent zurück. Hingegen stieg die Ausfuhr von Medikamenten und anderen Erzeugnissen der Pharma-Industrie um 30 Prozent.

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