Corona: Landesbetrieb LBM zieht Arbeiten an Straßen vor

Der Corona-Lockdown hat die Straßen geleert. Der Landesbetrieb Mobilität hat das ausgenutzt und Sanierungen vorgezogen. Derzeit achtet er verstärkt auf Hitzeschäden an Fahrbahnen. Diese könnten sonst Unfälle verursachen.

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Symbolbild // dpa

KOBLENZ/TRIER. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz hat wegen des deutlich verringerten Verkehrs in der Corona-Lockdown-Zeit manche Straßenbauarbeiten vorgezogen. Beispielsweise Tagesbaustellen oder die Einrichtung größerer Baustellen auf Autobahnen in der Osterzeit, teilte LBM-Sprecherin Birgit Küppers der Deutschen Presse-Agentur mit. «Üblicherweise wären derartige Arbeiten außerhalb des Osterreiseverkehrs erledigt worden.»

Auch bei der laufenden Brückensanierung der B-327-Hochstraße in Koblenz-Oberwerth sei eine besonders verkehrskritische Bauphase mit nur noch einer Fahrspur vorgezogen worden. Die wegen des Verkehrs erst nur nachts und am Wochenende vorgesehene Sanierung der B-51-Brücke zwischen Trier und Konz sei «zur Minimierung der nächtlichen Lärmbelästigungen der Anwohner und zur Steigerung der Produktivität auf eine Tagesbaustelle umgestellt» worden.

Küppers zufolge war das Wetter während des Lockdowns im Frühling optimal für Straßenbaustellen: «Wir konnten gerade auf hochbelasteten Strecken einfacher bauen, da aktuell deutlich weniger Verkehr unterwegs war. Gerade auf den Baustellen kann der erforderliche Abstand zwischen den arbeitenden Menschen gut eingehalten werden.»

Für Autofahrer gefährliche Hitzeschäden an überregionalen Straßen hat es nach Angaben der Sprecherin des LBM mit Sitz in Koblenz in diesem Jahr noch nicht gegeben. Die rund 160 Kilometer Autobahn im Land mit etwa 30 Jahre alten Betonplatten, bei denen zwischen Tag und Nacht extreme Temperaturunterschiede einst in seltenen Fällen zu sogenannten Blow-ups führen konnten, seien inzwischen saniert worden. «Es ist keine direkte Gefährdung mehr gegeben», betonte Küppers.

Bei Asphaltfahrbahnen könne es bei lang anhaltender Sommerhitze und vielen schweren Lastwagen «zu einer verstärkten Gefahr von Spurrinnenbildung kommen». Das sei jedoch «meist ein längerer Prozess, der nicht zu sofortigen Sperrungen von Strecken führt. Dieses Jahr sind solche extremen Spurrinnen noch nicht aufgetreten.»

Auf Sommerhitze reagieren die Autobahnmeistereien nach Worten der LBM-Sprecherin mit mehr Kontrollfahrten. Autofahrer sollten ohnehin vorausschauend und angemessen fahren.

Der LBM betreut in Rheinland-Pfalz mit rund 3800 Mitarbeitern insgesamt circa 18 000 Kilometer Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Am 1. Januar 2021 übernimmt die neue Autobahn GmbH des Bundes die Aufgaben rund um die gleichnamigen Fernstraßen. Danach ist der LBM noch mit rund 3200 Mitarbeitern für ein Straßennetz von etwa 17 000 Kilometern zuständig.

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