Nach Absturz von Kampfflugzeug: SGD Nord gibt weitere Ergebnisse bekannt

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Absturzstelle bei Zemmer-Rodt. Foto: SGD Nord

TRIER. Im Oktober des vergangenen Jahres stürzte ein F-16-Kampfjet in einem Waldgebiet bei Zemmer-Rodt (Kreis Trier-Saarburg) ab. Die zuständige Kreisverwaltung Trier Saarburg beauftragte daraufhin die SGD Nord als Obere Bodenschutz- und Wasserschutzbehörde beratend aktiv zu werden.

Die vom Zentrum für Geoinformation der Bundeswehr Ende 2019 durchgeführten Untersuchungen ergaben keine erhöhten Schadstoffwerte in Boden- und Wasserproben. Es wurde davon ausgegangen, dass die an Bord vorhandenen wassergefährdenden Flüssigkeiten, wie Treibstoff und andere Mineralölprodukte vermutlich größtenteils beim Absturz des Flugzeugs in die Baumwipfel verbrannt bzw. verdampft sind.

Aktuell hat die SGD Nord weiter Beprobungen rund um die Absturzstelle des F16-Kampfjets im Waldstück bei Zemmer durchgeführt. Grund dafür war, dass der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) mehrere eigene Messungen in Auftrag gegeben und Belastungen mit PFT festgestellt hatte. Um die Belastbarkeit der vorgelegten Analyse abzuklären, hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord ein Fachbüro mit zusätzlichen Bodenuntersuchungen beauftragt, um Klarheit zu erhalten.

Im Ergebnis: Die am 1. Juli gezogenen Bodenproben zeigen hinsichtlich der Schadstoffgruppe PFT keine Auffälligkeiten. Weder im Bereich der 2019 vom BUND beprobten Stelle, noch an weiteren Untersuchungspunkten konnten erhöhte PFT-Werte festgestellt werden.

Auf Hinweis eines Grundstückseigentümers wurde gleichzeitig an einer weiteren Stelle dem Verdacht einer Belastung mit Treibstoffrückständen nachgegangen. Die Analysen ergaben hier punktuell erhöhte Konzentrationen an Mineralöl-Kohlenwasserstoffen in der oberen Bodenschicht. Im Hinblick auf eine Einordnung dieses Befundes wird die SGD Nord noch ergänzende Informationen bei dem beauftragten Fachbüro einholen. Alle weiteren untersuchten Stellen zeigen nur geringe Gehalte an Kohlenwasserstoffen und somit keinen weiteren Handlungsbedarf.

Vor Ort wurden einige optische Auffälligkeiten auf Wasserpfützen festgestellt, was nicht automatisch bedeutet, dass hier Belastungen mit Schadstoffen (Motoröl oder ähnliches) vorliegen, denn auch in der Natur vorkommende Stoffe wie Stoffe des Humusbodens oder auch Eisenoxidverbindungen können sich in einer natürlichen Schlierenbildung oder farblichen Auffälligkeiten zeigen.

Die SGD Nord wird die vorliegenden Ergebnisse ergänzen und an die zuständige Kreisverwaltung Trier-Saarburg abgeben.

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