Bildungsministerin und Bürgermeisterin besuchen VHS und Kita in Trier

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ls Gastgeschenk brachte Bildungsministerin Stefanie Hubig (l.) der deutsch-französischen Kita zwei Himbeerpflanzen mit, die sie selbst einpflanzte. Darüber freuten sich die Kinder mit ihrer Kitaleiterin Dagmar Dénes (2. v. l.) und Bürgermeisterin Elvira Garbes (im Hintergrund links). Foto: Presseamt Trier

TRIER. Das Thema Sprache stand im Mittelpunkt beim Besuch der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Stefanie Hubig in Trier. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Elvira Garbes besuchte sie Feriensprachkurse der Trierer Volkshochschule (VHS) und die deutsch-französische Kita im Burgunderviertel.

Die VHS bietet seit 2009 Feriensprachkurse an, seit 2016 finden sie im Bürgerhaus Trier-Nord statt. Sie richten sich an Kinder und Jugendliche, die während des Schuljahres ohne oder mit geringen deutschen Sprachkenntnissen in die Schulen kommen. Die Intensiv-Sprachkurse während der Ferien sollen ihnen den Einstieg in den Schulalltag erleichtern und ihre Teilnahme am Unterricht verbessern. Gefördert werden die Kurse vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium.

Ministerin Hubig betonte bei ihrem Besuch im Bürgerhaus Trier-Nord: „Es ist sehr wichtig, dass Kinder die Sprache lernen. Je besser sie Deutsch können, desto besser gelingt die Integration.“ Hinsichtlich der Einschränkungen bedingt durch die Corona-Pandemie, sagte die Ministerin, dass – sofern die Infektionszahlen es zulassen – der Regelbetrieb in den Schulen und Kitas mit entsprechenden Hygienevorgaben nach den Sommerferien wieder aufgenommen werden kann.

Weil die Kurse in den Osterferien ausgefallen sind, wurden die Sommerferienkurse auf 60 – statt wie üblich 40 – erweitert. Corona-bedingt können in diesem Jahr maximal acht Kinder oder Jugendliche an einem Kurs teilnehmen. Sonst waren es zehn oder mehr. Insgesamt werden derzeit knapp 40 Kinder von sechs Lehrkräften unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler kommen unter anderem aus Afghanistan, Guinea, Sudan, Nigeria, Spanien, Vietnam und Syrien. Die jüngsten sind sechs Jahre alt, die ältesten 17. Die jungen Menschen hatten einiges für den Besuch der Ministerin vorbereitet und erklärten ihr und der Bürgermeisterin woher sie kommen und welche Sprachen sie sprechen. Garbes sagte: „Ich bin fasziniert von der Vielfalt und erstaunt aus wie vielen Ländern ihr kommt.“

VHS-Leiter Rudolf Fries betonte, es sei wichtig, Teilhabe und Integration auch in diesen Zeiten zu ermöglichen. Er berichtete auch über das neue Diesterweg-Stipendium, das in Trier erstmals von diesem September an bis Sommer 2022 läuft. Es handelt sich um ein Bildungsstipendium für die ganze Familie, das den Übergang des Kindes auf die weiterführende Schule begleitet. Die Familien werden ganzheitlich gezielt durch individuelle Beratung unterstützt. Die erste Generation Stipendiaten umfasst zwölf Familien aus Trier-Nord, Biewer, Mariahof, Matthias, Trier-West/ Pallien und Ehrang.

Auch beim Besuch der städtischen deutsch-französischen Kita im Burgunderviertel spielte die Sprache eine Rolle – wurden die Ministerin und Bürgermeisterin doch mit einem Lied auf Deutsch und Französisch begrüßt. Kitaleiterin Dagmar Dénes und Elternvertreterinnen berichteten Hubig und Garbes wie sie die letzten Monate mit Corona erlebten. Dénes erläuterte, wie schwer ihrem Team teilweise die Abwägung falle, ob ein Kind mit laufender Nase nach Hause geschickt wird oder nicht. Auch wies sie darauf hin, dass die Erzieherinnen und Erzieher in der Kita ganz „nah dran“ seien und keinen Abstand zu den Kindern einhalten könnten und wollten. Ministerin Hubig erläuterte, dass künftig auch noch stärker Kinderärzte konsultiert werden sollten. Hilfreich könne auch sein, dass neuerdings Testergebnisse in Verdachtsfällen innerhalb von eineinhalb Stunden vorliegen könnten.

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