Veterinäramt Trier-Saarburg: Nichts vom illegalen Kälber-Transport gewusst

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Karl-Josef Hildenbrand /7 dpa

In der Diskussion über illegale Tiertransporte ins Ausland hat das Veterinäramt im Landkreis Trier-Saarburg nach eigenen Angaben nichts vom Transport von Kälbern nach Nordspanien gewusst.

«Wir waren zunächst nicht über die tatsächliche Route informiert», teilte eine Behördensprecherin am Mittwoch mit. Erst von bayerischen Behörden habe das Amt erfahren, dass die Kälber in einer Sammelstelle in Bayern zusammengeführt worden waren und ein Weitertransport nach Spanien vermutet werde. «Daraufhin wurden diese Transporte von der Sammelstelle in Wincheringen ab Mitte Dezember 2019 nicht mehr genehmigt.» Ein Eilantrag dagegen sei per Gericht abgelehnt worden.

Ursprünglich habe das Amt Wincheringen (Kreis Trier-Saarburg) als Versandort gewertet und einen Transport zu einer Sammelstelle in Soppe-le-Bas (Frankreich) rund 300 Kilometer entfernt genehmigt. «Auf Anfrage wurde uns versichert, dass die Kälber dort mindestens 48 Stunden untergebracht und versorgt werden, bevor sie weitertransportiert werden.» Die Genehmigung des Weitertransports nach Spanien sei durch die französischen Behörden erfolgt.

«Leider haben wir nach der Ankunft der Tiere am Bestimmungsort in einen anderen Mitgliedstaat der EU keine Möglichkeit, den dortigen Verbleib der Tiere weiterzuverfolgen», sagte die Sprecherin.

Über den Transport von Kälbern hatte der SWR zu Wochenbeginn berichtet. Ein Filmteam hatte gemeinsam mit Tierschützern die Fahrt aus Süddeutschland nach Nordspanien dokumentiert. Etwa 20 Stunden dauerte demnach die Fahrt, mehr als doppelt so lange wie erlaubt. Vorgeschriebene Pausen wurden den Autoren zufolge nicht eingehalten.(dpa)

1 KOMMENTAR

  1. Kälbertransporte sind, wie ALLE LEBENDTIERTRANSPORTE in der EU, unkontrollierbar – eine Behörde schiebt es auf die andere –
    TIERQUÄLEREIEN im Namen der EU!

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