In der Diskussion über die Rückkehr von Zuschauern ins Fußball-Stadion hat der Mainzer Vorstandschef Stefan Hofmann einen Leitfaden von der Deutschen Fußball Liga gefordert. «Darin müssen Eckpfeiler festlegt werden, die dann auch mit den Bundesbehörden abgestimmt sind», sagte der 57-Jährige der «Bild». Erst wenn dies vorliege, will der 1. FSV Mainz 05 in die detailliertere Planung gehen.

Am Wochenende hatte Bundesligist Union Berlin mit seinem in Deutschland bislang einmaligen Vorhaben für mächtig Wirbel gesorgt. Der Club will «spätestens» ab dem ersten Spieltag der kommenden Saison – also ab Mitte September – wieder eine «Vollauslastung» seines Stadions erreichen. Dazu soll es umfassende Tests auf das Coronavirus für alle Stadionbesucher geben. Das Konzept will der Verein gemeinsam mit dem Berliner Senat und dem zuständigen Gesundheitsamt des Stadtbezirks Treptow-Köpenick ausarbeiten.

Zuschauer-Gedankenspiele gibt es auch bei dem Bundesligisten aus Rheinland-Pfalz, denn der 1. FSV Mainz 05 hat eine Arbeitsgruppe mit Stadionmanager, Geschäftsführung und Sicherheitsexperten gebildet. «Ein solches Konzept ist sehr komplex und betrifft viele Bereiche des Vereins. Wir werden dann auch mit unseren Fans reden, das ist ein ganz wichtiger Punkt», sagte Hofmann. Sein Wunsch: Rund 13 500 Zuschauer sollen das erste Heimspiel der neuen Saison live im Stadion erleben. «Ich gehe davon aus, dass wir den Kreis der Fans aus unseren Dauerkarten-Inhabern rekrutieren», sagte Hofmann.

1 KOMMENTAR

  1. Wie wäre es mit Tests für Menschen in systemrelevanten Berufen? Ärzte, Krankenpfleger und sonstiges medizinisches Personal, Erzieher, Lehrer und Dozenten, Angestellte im Einzelhandel, Busfahrer, u. v. m.?
    Ich bin fassungslos, dass so etwas überhaupt diskutiert wird.

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