Stadtrat beschließt: Trierer „Hindenburgstraße“ wird umbenannt

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Für die Straße, die seit den 1920er Jahren nach Hindenburg benannt ist, wird ein neuer Name gesucht. Foto: Stadt Trier

TRIER. Der Trierer Stadtrat hat am Donnerstag mit 29 zu 17 Stimmen bei vier Enthaltungen beschlossen, die Hindenburgstraße umzubenennen. Die Mehrheit des Rates brachte mit diesem Votum zum Ausdruck, dass dem Generalfeldmarschall im Ersten Weltkrieg und späteren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg kein ehrendes Gedenken seitens der Stadt Trier mehr zuteil werden soll. Hindenburg (1847-1934) ernannte am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler.

Kurz darauf erließ er Notverordnungen, mit denen die Grundrechte und die Pressefreiheit im Deutschen Reich aufgehoben wurden. Hindenburg gilt somit als „Steigbügelhalter“ der Nazi-Diktatur.

Die bisherige Hindenburgstraße zweigt vom Alleenring ab und ist eine viel befahrene Zufahrt in die Trierer Altstadt. Das Vorschlagsrecht für einen neuen Namen hat nun der Ortsbeirat Mitte/Gartenfeld, der hierfür eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger angekündigt hat.

In einem weiteren Beschluss hat der Stadtrat Hindenburg auch die 1930 verliehene Ehrenbürgerwürde posthum aberkannt. Dieser Antrag fand mit 47 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen eine größere Mehrheit. Bereits 2009 war das an der gleichnamigen Straße gelegene Hindenburg-Gymnasium in Humboldt-Gymnasium umbenannt worden.

Der Stadtrat befasste sich auch mit der Frage, wie generell mit Straßen umzugehen ist, die nach möglicherweise belasteten historischen Persönlichkeiten benannt sind. Für künftige Überprüfungen solcher Straßennamen soll ein Kriterienkatalog erarbeitet werden.

31 KOMMENTARE

  1. Ihr könnt so lange umbenennen wie Ihr wollt. Für mich bleibt das Hindenburggymnasium das Hindenburggymnasium , und die Hindenburgstraße die Hindenburgstraße.

    Vielleicht entspringt dem ganzen Umbennenungswahn ja noch eine George-Floyd-Strasse, diesem Schwerstkriminellen, diesem drogensüchtigen Pornostar sollte wirklich ein Denkmal gesetzt werden!

    Und als nächstes Opfer das Cafe Mohrenkopf ,auf dem Mohrenkopf. Irrsinn, nur noch blanker Irrsinn.

    • Hindenburg ist was anderes, das war ein Militarist.
      Aber z.B. Mohrenkopf, das umzubenennen ist quatsch.
      Ich hab in der Schule noch gelernt, dass ein Mohr was Höheres ist, weil einer der hl. drei Könige ein Mohr war, unsere Lehrerin hat uns immer eingetrichtert dass das eine Art von Gott erwählte Volksgruppe war, weil einer der ihren erwählt wurde das Jesuskindlein zu sehen, das war in der 2. Klasse.
      Etymologisch kommt das Wort von „morisko“ für Maure.
      Ganz widerspruchsfrei war das Weltbild meiner Grundschullehrerin freilich auch nicht, sie meinte immer die Mohren kämen aus einem Teil Afrikas, der eigentlich zu Arabien gehöre, heute wird mir klar dass sie wohl damit meinte dass die Bevölkerung Somalias und Äthiopiens eine Mischbevölkerung aus Arabern und Schwarzafrikanern ist.
      Kinder merken ja instinktiv Widersprüche, einer aus meiner Klasse fragte dann ob die gewöhnlichen Afrikaner das gleiche seien wie Mohren, sie meinte dann nein, Mohren sind was anderes und höheres, darauf mein Mitschüler, aber wieso, die sind doch auch schwarz. Dann wurde sie böse und meinte: Ihr sollt mir nicht widersprechen, kommt wir singen jetzt ein Lied. Haha, Wahnsinn wie lange das her ist.

  2. Der Beschluss war überfällig. Ein Straßenname ist eine Ehrung und die hat Hindenburg einfach nicht verdient.
    Man sollte zum alten Namen „Neumarktstraße“ zurück.
    Den Vorschlag aus dem Stadtrat, die Straße nach Fritz Bauer zu benennen, finde ich auch charmant. Würde sogar passen wegen der an der Straße gelegenen Synagoge.

        • Genau, Jenny, die Karl-Marx-Statue gehört auf den Schrottplatz! Dieser Mensch, hat von Gönnern gelebt, ein Schnorrer, nie selbst gearbeitet und mit seinen Schriften für Millionen von Toten gesorgt. Marxismus tötet noch heute, siehe Venezuela, Kuba, Nord-Korea, China, und, und, und. Weg mit dieser fürchterlichen Statue in Trier, weg mit diesem marxistischem Übel. Jedes Mal , wenn ich an diesem Schandmal vorbei fahren muss, wird mir übel. Reißt es nieder!

    • Ohne Hindenburg wäre die Schlacht bei Tannenberg 1914 verloren gewesen. Durch sein militärisches Klnnen und seine Erfahrung wurden die Russen trotz Überzahl abgewehrt und aus Ostpreußen herausgehalten. Ich denke, damit hat sich sich enorme Verdienste um Deutschland erworben.

    • Gottfried-Curio-Strasse gefällt mir noch besser! Mal anhören, was dieser gebildete Mensch von sich gibt. Google sei Dank.

  3. Mit was sich unsere Politiker beschäftigen. Mein Wählerauftrag ist das jedenfalls nicht.
    Welche selbsternannten Weltverbesserer stecken hinter solchen Vorgängen?
    Wenn das so weiter geht, darf sich „the“ Kanzler demnächst nicht mehr Kanzler nennen, wird die Nationalhymne gänzlich verboten und die deutsche Sprache insgesamt abgeschafft.
    Am Ende werden gar die Autobahnen rückgebaut und Deutschland bekommt einen neuen Namen.
    Anscheinend ist Dummheit ansteckender als Corona.

    • Endlich mal jemand normales, der es so sieht wie es ist. Ein großer Haufen Unsinn und die wichtigen Politischen Entscheidungen bleiben liegen wegen solch einem Hirnfurz und Gleichmacherei Wahnsinn.
      …“Deutschland schafft sich ab…“ traurig ist das was gerade passiert.
      Das liegt vermutlich an der Generation Friday for Future, weil Samstags lang ausschlafen.
      Welcome to Gomorrha Germany wo jeder alles sein kann, darf außer Deutscher, Arbeiter oder Angestellter = Rassist. Ach Rassist ist ja auch nicht politisch korrekt es heißt ja korrekt der Depp der die Wirtschaft am laufen hält und in den Ar… getreten bekommt wenn er sich mal beschwert oder nach 47 Arbeitsjahren in Rente gehen will.
      Schöne politisch korrekten Sonntag, solange es das noch gibt

      • Zitat:
        „Ein großer Haufen Unsinn und die wichtigen Politischen Entscheidungen bleiben liegen wegen solch einem Hirnfurz und Gleichmacherei Wahnsinn.“

        Welche wichtigen Entscheidungen bleiben denn im Stadtrat liegen? Werden sie doch konkret …
        Das sind übrigens keine Politiker, sondern Ehrenamtler, „Deutsche, Angestellte und Arbeiter“ (ihre Worte), die sich engagieren und einen Teil ihrer Freizeit opfern, um im Nachgang von Leuten wie ihnen verbal eins auf die Fresse zu kriegen. (Und nein: ich bin nicht im Stadtrat oder sonst politisch aktiv.)
        Lassen sie sich doch in den Stadtrat wählen. Dann können sie sich für die Umsetzung der ihnen wichtigen Dinge einsetzen.
        Zuerst müssten sie dann allerdings eine Partei finden, die bereit ist, sie aufzustellen. Anschließend müssten sie dann auch noch genügend Wähler finden.
        Angesichts ihres o.g. Ausfalls dürfte beides schwer fallen.
        Ich empfehle ihnen daher auszuwandern. Suchen Sie sich doch ein Land, in dem man selbst dann King ist, wenn man so einen Unsinn von sich gibt wie sie in ihrem Post.
        Sie werden es überall schwer haben.

        • Aha,wollen Sie etwa hier erzählen, dass jemand der seinem Beruf nachgeht,(außer Lehrer) Zeit hat die ochsentour Der Parteien durchzumachen um einen guten Listenplatz zu bekommen um folglich in den Stadtrat gewählt zu werden?! Wirklich Ihr Ernst?

        • Naja wenn der Stadtrat nur die Straßenbezeichnungen auf politische Korrektheit zu kontrollieren hat- dann ist das ja easy going. Dann noch so ein paar Vorteile die den Ehrenposten mit sich bringen abgreifen. Klingt ja nach einem Traum. Und nein warum sollte ich auswandern ich gehe meinen Verpflichtungen nach und kümmere mich um Wichtiges in meinem Job und nicht ob der Parkplatz meines Kollegen politisch richtig ausgerichtet ist oder ob man ihn umbenennen sollte in KFZ Stellfläche für während der Arbeitszeit. Aber vielen Dank für ihre Belehrung irgendwo musste ja noch so ein buntes Trierer Menschlein sein.

  4. Hindenburg war ein Militarist und Totengräber der Weimarer Republik, daher hat er genausowenig was als Strassennamen zu suchen wie ein Reiterstandbild Wilhelms am Deutschen Eck.
    Ich bin dafür eine Strasse in Trier nach Lion Feuchtwanger zu benennen, immerhin einer der grössten Autoren deutscher Sprache.

  5. Trier, meine Heimat, von Studenten okkupiert, leider immer mehr links des Rechten. Hier baut man gerne Neues, zu oft spartanisch und wundert sich wenn es keiner annimmt. Das ist Trier, gediegen, keinen Arsch in der Hose, kein Selbstbewusstsein.. Hier hat man irgendwie aufgegeben. Eigentlich schade, man war mal nahe dran an dem was Saarbrücken bietet aber man will aus der 115000 Einw. Stadt irgendwie ein multikulti, Agrardorf machen machen. Man verlässt sich viel auf andere wie Luxemburg und stemmt selbst nichts hoch, steht sich selbst im Weg, hier verweise ich auf Globus, wird nun gebaut aber nirgends gab es solchen Ärger. Trier ist Klüngel, heimelig aber du willst auch mal da raus, sei es das Saarland; Luxemburg usw.Es ist nicht mehr meine Stadt, es ist eine Stadt der Fremden. Trier lebt von Schönheit, davon leben aber nur wenige z.B. in der Gastronomie aber über den Tellerrand geschaut, ist hier bis auf Handel und Handwerk ein gutes Arbeitsleben nicht möglich., es gibt faktisch keine Industrie, kein Wunder denn alles wird abgelehnt. Ich möchte gerne mittelfristig hier weg.

    • Das ist verständlich.
      Wer den Stadtvorstand betrachte kein Trierer.
      Verwaltungstypen, die von weiß Gott woher,auf den Versorgungposten Trier abgeschoben wurden.,oder es außerhalb nicht schafften.
      Hier feiert man ein Riesenrad in Zur Lauben,als Sensation.Das einzig gute,daran ist das der Schausteller wenigstens etwas verdient.
      Die Abstimmung zur Ansiedlung eines Supermarktes, Gerät zur Farce.
      Trier in den 70/80 war mehr Großstadt wie heuer.
      Eine sogenannte Großstadt heruntergewirtschaftet von Kleingeistern,die ihr finanzielles Scheitern,in billiger Symbolpolitik zu kaschieren versuchen.
      Schade die Stadt hat bessere verdient.

  6. Eine frage muss man sich stellen .
    Hindenburg konnte doch nicht wissen was aus Deutschland wird wenn er hitler als Kanzler benennt .
    Ich mein das hitler in seinen reden oft martialisch redete war klar und auch jedem bewusst aber das es diesen Ausmaß nehmen würde so wie wir ihn heute kennen vom 2.weltkrieg hätte auch er nicht vorausahnen können

  7. Die Hypermoralisten schlagen wieder zu. Selber nix auf die Reihe kriegen, aber mal Leute die sich nicht mehr wehren können, mit Dreck bewerfen. sehr mutig.

  8. @Schönes Trier
    Warum nicht sofort? Dahin wo die Schlote noch rauchen und die Luft noch richtig bleihaltig ist!

    Ha, Ha, mal tief in der Theodor-Heuss-Allee durch atmen, so als Wellness-Erlebnis?

    Trier ist ein Loch, wo aber auch gar nix abzieht.

    Fahren die Elektrobusse eigentlich noch,
    oder sind die schon verschrottet?

  9. Die Ortsgemeinde Binsfeld leistet sich seit Jahren eine „Peter von Binsfeld Straße“.Dieser Mann schrieb quasi eine Anleitung zur Ergreifung von „Hexen“ und deren Folterung.Ein aus heutiger Sicht menschenverachtendes Werk.Zumal hierdurch unzählige unschuldige Menschen,meist Frauen,zu tode gefoltert,oder im günstigsten Fall zu Krüppeln wurden.Hier wäre eine Umbenennung auch mehr als angebracht und längst überfällig.Die Ortsgemeinde hat aber scheinbar kein Interesse sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.Ist wohl auch noch stolz auf ihren Urahnen.Dagegen war Hindenburg doch ein kleines Licht.

  10. sofort den“ Schwarzen Mann“ umbennen , mir wird noch ganz weiß vor den Augen vor dem ganzen Schwachsinn

  11. Sollte man die damaligen NS Hotspots München, Nürnberg und Berlin…Linz und Braunau nicht gleich abreissen dem Erdboden gleichmachen und liebe Grüne, diese Flächen als Wald aufforsten.

  12. Fleischstraße finde ich auch sehr bedenklich. Kann man diese nicht besser in Veggiestraße umbenennen? Frau Reinermann-Matatko, bitte übernehmen Sie.

  13. Schwarzwald geht gar nicht, Grünwald wäre besser auch authentischer, alle Lieder von Ernst Neger ( z.B. rucki zucki) gehören auf den Index und Schwarzarbeit müsste verboten werden….ikke lach mir dot. Liebe Grüninnen und Grüne, wer bietet mehr. Friedrich Wilhelmstrasse muss weg, Napoleonsbrücke, Am alten Flugplatz, Deutschherrenstr. geht gar nicht, Hermeskeiler*innenstr, müsste es heissen, Konstantinstr und Platz muss weg, er war ein Kriegstreiber, Zeughausstr, hier waren früher mal Waffen, Zwergfelderstr. das ist diskriminierend………….nur mal so als Anregung denn es gibt ja wohl wenig wichtigeres als so ein Blödsinn. Liebe Grüninnen und Grüne, ich wirke unterstützend mit,sicher kann man Trier noch mehr ausbluten, dafür sorgt ihr dann schon. Habe fertig

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