19-Tage-Regelung: Grenzpendler im Homeoffice versteuern ihr Einkommen weiterhin in Luxemburg

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Foto: dpa-Archiv

TRIER/LUXEMBURG. Die wegen der Corona-Pandemie beschlossene Ausnahme von der 19-Tage-Regelung für Luxemburg-Grenzpendler gilt auch im Juli 2020.

Das bedeutet: Alle deutschen Grenzpendler, die in Luxemburg angestellt sind und weiterhin im Homeoffice arbeiten, versteuern ihr Einkommen aus dieser Zeit weiterhin in Luxemburg. Der Trierer CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Steier bekam soeben vorab die offizielle Information aus dem Bundesministerium für Finanzen. Hintergrund: Zur Ausweitung der 19-Tage-Regelung bzgl. der Steuer gilt seit dem 3. April 2020 eine Verständigungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Großherzogtum Luxemburg. Sie wird so lange verlängert, bis eine der Vertragsparteien sie wieder aufkündigt.

Die dabei gilt eine Kündigungsfrist jeweils zum Ende des Folgemonats. Eine Aufkündigung ist derzeit noch nicht geschehen und auch laut Aussage des Bundesfinanzministeriums im Moment nicht absehbar. Andreas Steier MdB (CDU) hatte sich zu Beginn der Pandemie im März für die oben genannte Ausnahme eingesetzt und sagt: „Ich freue mich, dass Luxemburg und Deutschland weiterhin partnerschaftlich auf die Situation Zehntausender Arbeitnehmer bei uns in der Großregion Rücksicht nehmen.“

2 KOMMENTARE

  1. Alle deutschen Grenzpendler, die in Luxemburg angestellt sind und weiterhin im Homeoffice arbeiten, versteuern ihr Einkommen aus dieser Zeit weiterhin in Luxemburg, leben hier aber und benutzen unser aller, gut bezahlte Infrastruktur. Ich würde es auch ausnutzen aber hier gehört politische Regelung hin

  2. Und wieder die Neiddebatte. Die Grenzpendler haben eine immense Kaufkraft, bilden einen Kundenstamm und ermöglichen so Gewerbesteuerzahlungen. Zudem machen sie nahezu ihre gesamten Ausgaben in Deutschland, so daß auf einen Großteil des Nettoeinkommens MwSt fällig wird.
    Nicht vergessen darf man, daß die Grundstückspreise auch steigen, also den Hauseigentümern Werterhalt beschert wird.
    Manchmal wünsche ich den neidischen Menschen in der Grenzregion, daß alle Grenzpendler weg wären.
    Dann wären die Kreite BIT, TRSAB und MZG nämlich das gleiche wie Mecklenburg-Vorpommern, nur ohne Ostsee.

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